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In der Bienenwelt herrschen beunruhigende Zustände und auch die Medien gingen bereits auf das sogenannte Bienensterben ein. Es existieren fast ausschließlich nur noch von Imkern gehaltene Bienenvölker. Die wildlebende Honigbiene ist quasi ausgestorben und wurde von der Bienenzucht mit ihren überzüchteten, in der freien Natur nicht überlebensfähigen Völkern verdrängt. Der Billighonig im Supermarkt resultiert aus einer Massentierhaltung, ähnlich wie bei der Fleischindustrie, und ist ein Gemisch aus verschiedenen Honigen, welches erhitzt wurde, damit es eine einheitliche Konsistenz bekommt und streichfähig wird. Durch diese Erhitzung weist der Honig kaum noch Nährstoffe auf und ist zudem oftmals mit Antibiotika belastet.
Massenbienenhaltung – Grausame Verhältnisse
In der auf Profit ausgelegten, industriellen Honigproduktion werden die Insekten mehrere tausend Kilometer durchs Land transportiert, um Obst und Gemüseplantagen zu bestäuben. Nicht nur das setzt den Tieren zu. Die maschinelle Abernte der Honigwaben fordert viele Bienenleben. Es wird ihnen nicht nur der größte Teil der Honigwaben genommen, welche ursprünglich zur Ernährung der Tierchen dienen. Stattdessen werden sie mit Zuckerwasser gefüttert, was zu einer massiven Nährstoffunterversorgung führt und die Tierchen zusätzlich schwächt und zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate der Brut führt. Darüber hinaus ist es nicht ungewöhnlich, dass der Bienenkönigin die Flügel gestutzt werden, damit diese nicht ihrem Paarungstrieb folgt, wegfliegen kann und somit an dem vom Menschen errichteten Bienenstock bleibt. Dies führt auch dazu, dass der Rest des Bienenvolks am selben Ort bleibt, denn dieses ist der Bienenkönigin treu und würde nicht ohne diese wegfliegen. Zudem wird die Bienenkönigin meist nach einem Jahr getötet und durch jüngere, produktivere Bienenköniginnen ersetzt.
Die Varroamilbe – ein Grund für das Sterben
Die genannten Umstände führen dazu, dass die Insekten extrem anfällig für Krankheiten sind. Durch diese Massenhaltung können sich Krankheiten wie die Varroamilbe, die ganze Bienenvölker auslöschen kann, leicht ausbreiten. Durch den Milbenbefall kommt es einerseits zur Übertragung von Viren und Schwächung der Insekten und zum anderen gehen aus befallenen Larven deutlich kleinere Nachkommen mit kürzerer Lebenszeit hervor. Um gegen solche Krankheiten anzukämpfen, wird im Ausland Antibiotika eingesetzt. Der Einsatz von Antibiotika ist in der EU zwar verboten. Innerhalb der Nicht-EU führt der Einsatz jedoch zur starken Belastung des Honigs. Auch ökologischer Honig kann durch Antibiotika belastet sein, wenn die Insekten den Nektar auf mit Antibiotika belasteten Obst- und Gemüseplantagen gesammelt haben. Das sogenannte Varroa Problem wird zudem durch die widernatürliche Vermehrung der Bienen durch den Imker gefördert.
Weitere Informationen zur Varroamilbe auf Wikipedia
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Folgen und Entgegenwirken des Bienensterbens
Bienen sind essentiell für die Befruchtung von Pflanzen. Bei der Nektarsuche fliegen die Tierchen von einer zur anderen Pflanze. Dabei bleibt an den Insekten Pollen haften, die zu den nächsten Pflanze getragen wird und somit zu deren Befruchtung und Samenbildung führt. Gleichzeitig wird die Pflanzenart und deren Vielfalt bewahrt. Auch gäbe es ohne Bienenvölker kein Obst und Gemüse, welches der Mensch zur Ernährung braucht. Die Natur als auch der Mensch sind auf die Bienenvölker angewiesen. Daher sollte zusätzlich eine nachhaltige, möglichst natürliche Bienenhaltung angestrebt werden, um dem Bienensterben entgegen zu wirken. Durch Bienen-Nistkästen in der Natur verteilt, kann die wild lebende Honigbiene wieder angesiedelt werden und sich den Umweltbedingungen anpassen, um dauerhaft fortbestehen zu können.
Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag zum leider aktuellen Zustand der Honigbienen gefallen und regt euch dazu an, einmal über das Thema nachzudenken sowie eher den Honig aus dem Supermarkt zu meiden.
- https://vebu.de/tiere-umwelt/massentierhaltung-ausbeutung-von-tieren/bienen-bienensterben-industrielle-bienenhaltung/
- https://www.stadtbienen.org/wissen/imkerwissen/oekologisch-imkern/
- https://www.ecowoman.de/24-natur-umwelt/5451-bienensterben-durch-massenhaltung-so-qualvoll-sterben-bienen-fuer-billighonig
- http://www.natuerliche-bienenhaltung.ch/