Ihr Lieben!
Geld. Ein spannendes Thema. Wir alle brauchen es zum Leben und doch haben viele von uns eine geradezu paradoxe Beziehung zu den Münzen und Scheinen. Vor ein paar Tagen, kündigte ich in einem Post an, über Geld schreiben zu wollen. Was wenn wir unsere bisherige Einstellung überdenken oder gar ändern? Und wie wirkt sich das auf unsere Lebensqualität aus?
Geld ist doch schön! Oder etwa nicht?
Erstmal von vorne an...
Als kleines Kind musste ich immer meine Hände waschen, wenn ich Geld angefasst habe. Immer! Ich durfte auch nicht wirklich mit Geld spielen - bzw. kann mich nicht mehr daran erinnern. Aber so wie ich mich kenne, hätte ich es gern getan.
Woran ich mich aber gut entsinnen kann, dass die Erwachsenen oft davon sprachen, kein Geld zu haben oder nicht genug davon. Außerdem sehe ich immer noch vor meinem inneren Auge, wie meine Mama an der Kasse im Supermarkt zahlte und sich nicht dabei freute! - Sie bekam doch immer so viel Münzen und Scheine zurück!
So wuchs ich heran, aber hatte immer irgendwie das leise Gefühl, dass eher zu wenig als zu viel Geld da war. Oder gehört das zum guten Ton, dass man das sagte?
Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben?
Ich hörte eigentlich in meinem Leben so gut wie nie jemanden sagen, dass er zuviel oder genug Geld hat. Sagt man sowas nicht? Darf man sowas nicht sagen? Ich spreche natürlich nicht von Denjenigen, die am Existenzminimum leben. Seit meinen Vorlesungen über "Armutstheorien" kenne ich hier die verschiedenen Abstufungen sehr genau.
Geld ist schön.
Irgendwann erzählte mir eine Frau von einem Buch mit dem Namen: "Geld ist schön". Der Titel ist mir in Erinnerung geblieben, auch wenn ich es nie gelesen habe. Aber sie schien mir so begeistert und ich sehe sie heute noch vor mir. Das war auch der Grund für meine Titelwahl.
Das Thema Geld ist so groß, dass ich es unmöglich in einem Artikel abhandeln kann - auch ich mag keine Posts, die zu lange sind.
Was bin ich wert? Und unsere Glaubenssätze...
Ich kenne Menschen, die glauben, dass Geld schmutzig ist. Dass Reiche andere betrogen haben. Redest Du über dein Einkommen oder ist das ein Tabuthema? In dem Moment fällt mir ein, dass unsere "Wallet´s" auf steemit öffentlich sind. Am Anfang war das leicht irritierend, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und es gehört hierher.
Ich komme immer mehr dazu eine positive Beziehung zum Geld aufzubauen. Und ich habe Lust auf Geld! Nicht weil ich mir viel kaufen oder shoppen gehen will. Nein ich will Erlebnisse und Abenteuer. Gutes Essen. Freie Zeit und Reisen.
Ich entwickel immer mehr einen spielerischen Umgang mit Geld. Manchmal wenn ich mit meinem Sohn am Bankautomat stehe, dann sag ich ihm, dass wir jetzt "gaaaaaanz viel Geld holen. Boahhhhhhhhhhh!!" und dann leuchten seine Augen. Ich will ihm das Gefühl von "genug" vermitteln. Auch für mich fühlt es sich besser an, mit so einem Gefühl, Geld abzuheben.
Das Gefühl ist entscheidend, zumindest für mich. Vor ein paar Monaten sprach ich mit einer Freundin, die finanzielle Ängste hat. Ich hatte den Impuls ihr meinen letzten Schein aus dem Geldbeutel zu schenken. Und habe es getan. Sie hat sich gefreut und ich habe mich durch das Geben "reich" gefühlt. Was wenn wir uns reich fühlen, wenn wir Geld ausgeben? Denn Du kannst es Dir leisten.
Das was Du wert bist, kann man mit Geld niemals aufwiegen. Du hast ein Recht darauf gut versorgt zu sein & ein Recht darauf gutes Geld für deine Zeit zu bekommen. Weil Du es wert bist.
So ich schnapp jetzt meinen Sohn und ein paar Münzen und geh mal spielen...