Unter Skills versteht man im Allgemeinen Fertigkeiten. In diesem Artikel geht es um die Fertigkeiten, welche helfen können aus dem Teufelskreis der Borderline-Störung auszubrechen.
Im Alltag verwenden alle Menschen Skills, häufig ganz automatisch, ohne es zu wissen.
Jedes Verhalten, welches in einer schwierigen Situation kurzfristig wirksam ist und langfristig keinen Schaden anrichtet, kann man als Fertigkeit oder Skill betrachten.
Dysfunktionale Verhaltensweisen, wie in etwa Selbstverletzung, Drogenkonsum, oder auch Essattacken sind keine Skills, auch wenn sie oft kurzfristig innere Spannungen lösen, auf längere Sicht sind sie aber schädlich.
Im Skillstraining werden neue Fertigkeiten erlernt und bereits vorhandene bewusst gemacht.
Zum Beispiel könnte "Schwimmen" gezielt als Skill eingesetzt werden:
- Kurzfristig: Ablenkung in einer Krisensituation
- Langfristig: Schwimmen schadet nicht und ist gesund
Das Skillstraining untergliedert sich in 5 Module:
- Achstamkeit: Den Augenblick und sich selbst annehmen
- Umgang mit Gefühlen: Gefühle wahrnehmen und sinnvoll steuern
- Stresstoleranz: Hochstressphasen und Krisen vorbeugen und bewältigen
- Selbstwert: Verbessern des Selbstwertgefühles
- Zwischenmenschliche Fertigkeiten: Angenehme und stabile Beziehungen aufbauen
Die Skills werden ab einer gewissen inneren Anspannung angewandt.
Unter Anspannung versteht man den allgemeinen Erregungszustand einer Person. Bei einer Veränderung der Anspannung verändern sich auch Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und das Verhalten.
Die Anspannung kann nach eigener Einschätzung zwischen 0% und 100% liegen:
- 0% ist der Zustand ohne Anspannung
- 70% Hochspannung - es kann nur noch daran gedacht werden, den Spannungszustand so rasch wie möglich zu beenden.
- 100% dies ist der Zustand mit extrem hoher Anspannung; man fühlt sich zum Zerreißen, die Gedanken rasen und man ist scheinbar unfähig noch weiter durchzuhalten.