3. Neutraldichtefilter
Ein ND-Filter wird auf das Objektiv geschraubt, um die einfallende Lichtmenge zu vermindern, ähnlich wie bei einer Sonnenbrille. Er besteht aus gleichmäßig neutral grau eingefärbten Glas- oder Kunststoffscheiben mit optischer Güte, die es meist in verschiedenen Abdunkelungsstärken zu kaufen gibt. Die Standardtypen der Graufilter besitzen den Verlängerungsfaktor 2, 4 oder 8.
Der Name kommt daher, dass der Filter neutral ist. Das bedeutet, der Filter nimmt keinen Einfluss auf die Farb- und Farbintensität Wiedergabe. Der auch verwendete Name „Graufilter“ bedeutet nicht etwa, dass Grautöne gefiltert werden, sondern dass der Filter in verschiedenen Abstufungen grau eingefärbt ist um so das Licht mehr oder weniger stark zu vermindern.
Durch das Abdunkeln ist es möglich z.B. tagsüber eine lange Belichtungszeit zu nutzen, ohne ein überbelichtetes Bild zu erhalten. Durch eine Langzeitbelichtung kann man gewollt verschiedene stilistische Bildeffekte erzeugen z.B. bei Wasser ein Fließeffekt oder an belebten Orten durch eine lange Belichtung die Menschen „verschwinden“ lassen. Dieses Verschwinden lassen funktioniert aufgrund der langen Belichtungszeit, bei welcher vorbeifahrende Personen oder Fahrzeuge, die Reizschwelle des Films oder Bildsensors unterschreiten und die Personen/Fahrzeuge nicht im Bild sichtbar sind(siehe Bild, Menschen im Hintergrund verschwinden).
Neben herkömmlichen Neutraledichtefiltern mit fester Stärke existieren auch variable Filter. Hierbei handelt es sich um zwei hintereinander angeordnete Polarisationsfilter, die gegeneinander verdreht werden, dadurch verändert sich die Lichtdurchlässigkeit. Bei Nutzung eines variablen Exemplars hat man jedoch auch einige Nachteile wie z.B. immer eine geringe Restpolarisation, Autofokus Probleme und sichtbare Schärfe Verluste.