Russische E-Mobilität oder wie absurd die Welt ist
Russian e-mobility
English summary below
Nein, Leute, dass ist kein Aprilscherz sondern es gibt jetzt doch ein russisches E-Auto mit keiner Reicherweite - also optimistischen 200 km - wo man grad mal mit der Freundin ins nächste Stundenhotel fahren kann, wenn alles hinhaut.
Dieses Zwutschgerl bewegt sich doch - mit besagtem 120 km/h bergab - aber was viel wichtiger ist, ist die Message oder Aussage die Russland damit an die Welt richtet.
Russland schuf den Ökoterrorismus und verteidigte die Welt jahrzehntelang gegen Recycling und alternative Energien. Sogar im Kosmos setzte man in der Satellitentechnik auf echte Atomkraft und NaK (eine explosive Mischung) anstatt auf Armutschkerl-RTG und Solarzellen wie die Amis.
Nun steht die Sowjetunion nicht mehr und Russland scheint scheinbar doch alle Prinzipien als unnötigen Ballast über Bord geworfen zu haben und anscheinend vertrat und vertritt man in verschiedensten Bereichen von Kryptogeld bis über eben auch E-Mobilität, dass die beste Position die ist gar keine Position einzunehmen.
Diese Gefährt oder besser gesagt diese russische Ökokutsche soll wahrscheinlich gar nicht in Konkurrenz zum Tesla treten. Statt dessen sagt man klipp und klar das Ding soll eine halbe Million Rubel kosten (also etwa 6000 €) und wenn man eine schäbige Wohnung in Tula verkauft dann, kann man durchaus 2 bis 2,5 Millionen Rubel dran verdienen.
Lithiumakkus bekommt die Kälte nicht gut und so wird die eh kaum vorhandene Reichweite im Winter weiter zurückgehen, sofern man nicht in einer wohltemperierten Luxusgarage parkt, was kaum der Fall sein wird, weil das auch preislich kaum ein Luxusauto ist.
Rechnet Russland damit das diese Zwutschgerl-Ökokutsche ein Exportschlager wird? Zu mindest halte ich einen Einsatz in wärmeren Gefilden wie z.B. Italien oder Zypern als weitaus wahrscheinlicher und könnte mir gut vorstellen, dass das Ding in Rom oder Bologna, Limassol oder Palermo einen weitaus besseren Eindruck macht als in Moskau oder Petersburg.
summary
Russian created its first e-car but I am not sure what it wants to tell the world with it. The car looks quite fitting for Southern European countries like Italy or Cyprus but it seems with an effective range of around 100 miles quite ill fitting for Moscow as it probably won't even reach the other end of the city.
Also the cold climate might give its owner a hard to get it started in the winter as lithium batteries do not cope well with frosty temperatures. Also as the car will be sold for less than half a million ruble - which is quite rather cheap - it won't even catch the attention of wealthy Russians.