In der heutigen Zeit, ist es so gut wie unmöglich nicht auf dem "neusten" Stand zusein. Während man früher noch auf Zeitungen, mit großen Überschriften, und Nachrichtensendungen, die komplexe Themen auf 30 Minuten herunterbrechen mussten, angewießen war ist es heute hingegen so das diese Medien immer mehr an Relevanz für den "informierten" Bürger verlieren.
Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und co. haben unsere Medienlandschaft buchstäblich auf den Kopf gestellt. Das mag zum Teil der fortschreitenden Digitalisierung, und dem daraus resultierenden "sterben" klassischer Medien, verschuldet sein aber das ist nicht der einzige Grund.
In Stein gemeißelte Sendezeiten
Jeder Bürger, der eine Vollzeitstelle sein eigen nennt arbeitet durchschnittlich zwischen 37,5 - 40 Std. pro Woche. In einem Industrieland wie Deutschland ist es keine Seltenheit in einem Schichtbetrieb beschäftigt zusein. Laut Eurostat arbeiteten 2016 rund 17,4 Prozent der 15-64 jährigen Arbeitnehmer in Deutschland in Schichtarbeit. Zum Vergleich: Im Jahre 1996 waren es nur 11,2 Prozent.
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Als Schichtarbeiter muss man vorallem eines sein - anpassungsfähig. Die Schicht bestimmt deinen Alltag! Nicht selten setzen Dinge wie Einkaufen oder ein Zahnarzttermin oranisatorische Fähigkeiten vorraus. In einem sich stets verändernden Alltag ist keine Zeit für "starre" Medien. In solchen Lebenssituationen ist das Smartphone das "Fenster zur Welt". Ein flexibler Alltag muss Hand in Hand mit ebenso flexiblen Medien gehen.
Meinung = "Qualitätsjournalismus"?
Schonmal vorab: Eine Meinung zuhaben ist nichts schlechtes. Jeder hat sie zu irgendeinem Thema und das ist auch gut so! Eine Meinung hat aber nur selten etwas mit sog. "Qualitätsjournalismus" zutun. Unter "Qualitätsjournalismus" versteht jeder etwas anderes. Eine Liste zu erfüllender Kriterien existiert schlichtweg nicht. In meiner Wahrnehmung bedeutet "Qualitätsjournalismus" nichts anderes wie - guter Journalismus.
Guter Journalismus zeichnet sich vorallem durch seine Distanz aus. Immerhin trägt Journalismus erheblich zur Meinungsbildung bei. Um sich überhaupt eine Meinung bilden zu können, ist es wichtig alle Facetten eines Themas zu beleuchten ohne eine Wertung dieser vorzunehmen. Trotzdem gab und wird es nie Beiträge geben die zu 100 Prozent objektiv sind - Journalisten sind eben auch nur Menschen.
Wenn Berichte aber maßgeblich durch Meinung geprägt sind und dabei Fakten ignoriert oder relativiert werden, darf man sich hinterher nicht wundern, wenn man sich den Vorwurf der Meinungsmache anhören darf.
Ein sehr gutes Beispiel, für die beschriebene Meinungsmache, lieferte vor kurzem Pro7.
Der Leser/ Zuschauer ist nicht dumm. Mit nur wenigen Klicks kann man sich, bei Interesse, selbst ein Bild machen. Ob man dannach nun "besser" informiert ist oder nicht, hängt von der Medienkompetenz der jeweiligen Person ab. Solche einseitigen Berichterstattungen sind einer der Gründe, weshalb die Menschen ihr Vertrauen, in die klassischen Medien verlieren. Im Dezember 2016, waren es 37 Prozent die Informationen in den deutschen Medien als nicht glaubwürdig eingestuft haben.
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Aufgrund der Digitalisierung wird das "sterben" der klassischen Medien weitergehen. Ob man dies nun als schön empfindet oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. ;)