Quelle wikipedia
Das Zitat der Woche hat ganz eindeutig was mit der Großwetterlage zu tun. Sei es nun der fehlende Regen oder einfach nur die Hitze der letzten Tage, die uns diese wundervollen Worte aus dem großen Munde eines weisen Mannes beschert haben.
Deshalb noch einmal, lasst sie euch einfach auf der Zunge zergehen und fühlt dabei diesen erhabenen Klang in den Ohren .
"Wir sollten in dieser Situation nicht kleinlich sein."
Denn wir haben es ja, und zwar üppig und unerschöpflich. Und deshalb greifen wir doch einfach mal rein in unsere Taschen und verteilen das Geld aus den Vollen.
Unsere Politiker waren schon immer großzügig beim Geldausgeben, es ist ja nicht das Ihrige. Und wenn es dann noch einer Klientel zugutekommt, die eine lautstarke Lobby hinter sich hat, und bei den nächsten Wahlen (es stimmen immer irgendwelche Wahlen) benötigt wird, dann geschieht das doch alles auch nur zu einem guten Zweck.
Also geben wir den Armen und Bedürftigen, und seien wir dabei nicht kleinlich. Der Bauernverband fordert doch nur eine Milliarde für die Notleidenden, was ist das denn schon in den heutigen Tagen. Wenn man bedenkt was wir den Griechen geschickt haben, sind das doch nur die berühmten Peanuts.
In Deutschland herrscht Marktwirtschaft und dann vielleicht noch eine Freie? Da lachen jetzt die Hühner mal ganz besonders laut, denen ihr Futter jetzt bald von der Allgemeinheit gesponsort wird.
Gewinne privatisieren und Verluste vergesellschaften.
Das scheint das Motto zu sein, nach denen nicht nur die Landwirte zu fahren scheinen. Und solange es einer einflussreichen und nützlichen Lobby dient, scheint die Politik da gerne mitzuspielen. Wir wollen da mal nicht so kleinlich sein, und uns vor allen bei all den Agrargroßbetrieben erkenntlich zeigen, die tagein und tagaus uneigennützlich dafür sorgen, dass wir unser täglich Brot auf dem Tisch haben. Und wie sie schuften, so uneigennützig wie kein anderer vor und nach ihnen.
Oh, du hast eine Behinderung und hättest gerne mal einen höheren Pauschbetrag? Ne tut uns leid, du weißt doch, dass wir leider kein Geld mehr haben. Der Haushalt lässt das leider nicht zu, und die Schuldenbremse und so. Versteh doch!
Zu blöd, wenn man keine Lobby hinter sich hat, da bleibt der Pauschbetrag dann halt weiterhin auf dem Stand von vor 28 Jahren. Sei doch nicht so kleinlich!
Auch die alleinerziehende Mutter mit Minijob wird diesen Satz wohl nur zu gerne gehört bzw. gelesen haben. Einfach den Gürtel noch etwas enger schnallen, dabei dann nicht vergessen zu lächeln und nur nicht kleinlich sein.
Oh diese großen Worte, wie gemacht für die Ewigkeit. Hört doch noch einmal ganz genau hin, wenn darüber gesprochen wird, was mit EUREN Geldern gemacht werden soll.