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Hier eine kleine Geschichte. Aus zweiter oder auch dritter Hand.
Ein Fundstück von einer alten Festplatte, niedergeschrieben von mir nach einer kleinen Story die in großer "Runde" erzählt wurde, wenn ich mich recht erinnere.
Da ich das anno dazumal nur schnell in die Tasten geklopft habe, waren jetzt noch einige stilistische Korrekturen nötig um das ganze auch für euch lesbar zu machen, aber so rund 90 Prozent sind original.
Ein Häftling segnet das Zeitliche. Kein beliebter Mann, eher ein Arsch, wie man so schön sagt. Ein Kerl der mit sich und seiner Umwelt nicht so ganz zurecht gekommen war. Ausländischer Herkunft und außerdem mit einer scheinbar nicht für andere bemerkbaren besonders auffälligen Intelligenz behaftet. Er war sehr mit den so hie und da, mehr oder weniger, frei zugänglichen legalen, oder sehr oft auch illegalen Substanzen sehr stark zugewandt.
Einige Tage nach diesem schrecklichen Todesfall, hatte nun ein anderer, immer noch lebendiger "Nichtgiftler-Häftling"(nicht drogensüchtiger Insasse) Besuch von seiner ihm angetrauten Ehegattin. Besagte Ehefrau hatte natürlich von dem tragischen Todesfall in der Grazer Karlau aus der Tagespresse erfahren, und sprach natürlich ihren auch so armen und von der Justiz geknechteten Göttergatten darauf an.
Und das klingt dann ungefähr so:
- So ein armer Mann, schrecklich, wie kann man den nur im Gefängnis sterben? Hilft einem den hier keiner? Gibt es hier den keine Ärzte, oder kommt denn nicht die Rettung? Welch ein Schlag für die arme Familie. Zuerst wird ihnen der Sohn weggenommen und eingesperrt und dann kriegen Sie ihn als Toten wieder zurück.
- Wieder zurück? Fragt der Mann. Denn kriegen die nicht zurück. Der liegt draußen auf dem Hof im Container und stinkt gewaltig!!!
- Im Container auf dem Hof? Mit großen Augen starrt sie ihn an.Das kann ja gar nicht sein, das gibt es doch gar nicht. Ja aber warum denn?
- Oh ganz einfach: Strafe nix fertig.
Offensichtlich handelte es sich hierbei um Knasthumor. In wieweit sich solche makaberen Geschichten auch im realen Strafvollzug ereignen, möchte man sich ja gar nicht näher vorstellen. Wahrscheinlich eine Übertreibung mit einem wahren Kern. Jedenfalls war es mir vor über einem Jahrzehnt wichtig genug Windows XP zu starten und das gehörte niederzuschreiben.