Liebe Gemeinschaft,
ich möchte die Woche heute mit einem kleinen Appell beginnen. Keine Sorge, es folgt nun weder eine Moralpredigt, noch eine Standpauke. Ich möchte euch nur daran erinnern, auch mal etwas für jemand anderes zu tun.
Doch eins vorweg: dieser Post dient nicht der Selbstbeweihräucherung meinerseits, sondern ich möchte euch eine Möglichkeit aufzeigen, anderen zu helfen.
Wie die meisten Frauen habe ich lange Haare, eine blonde Mähne, beziehungsweise: ich hatte.
Vor ein paar Wochen beschloss ich aus verschiedenen Gründen, meine Haare mal wieder abzuschneiden. Den Rappel kriege ich alle paar Jahre und nun war es wieder soweit. Ich machte einen Termin beim Friseur und dank der 4-wöchigen Wartezeit hatte ich mehr als genug Zeit, mich von meinen Haaren zu „verabschieden“. Ihr merkt vielleicht schon, es geht nicht nur um ein paar Zentimeter, nein, sie sollten richtig ab, 30 cm um genau zu sein. Aber wieso ausgerechnet 30 cm?
Weil man sie dann spenden kann!
Es gibt viele Frauen und auch Kinder, die wegen verschiedener Erkrankungen keine eigenen Haare (mehr) haben. Und wenn ich meine doch sowieso loswerden möchte, wieso dann nicht jemand anderes damit eine Freude bereiten? Für manche mag die Vorstellung ein bisschen seltsam sein, aber ich finde, es ist nichts Anderes, als Klamotten in die Altkleidersammlung zu geben oder Sachen bei der Nachbarschaftshilfe abzugeben.
Ich habe, besonders in meiner Jugend, einen Großteil meiner Individualität über meine Haare ausgelebt und auch heute ist meine persönliche Horrorvorstellung, keine zu haben. Deswegen habe ich vor 4 Jahren meine Haare einer Organisation zur Verfügung gestellt, die daraus Perücken fertigt und zu vergünstigten Preisen an Erkrankte verkauft. Das war damals in Ordnung, aber diesmal wird meine Spende an eine Organisation gehen, die nur Perücken für krebskranke Kinder herstellt. Denn ich möchte nicht Gefahr laufen, dass die reiche Oma Erna ihre kaputtgefärbten Haare mit meinen überdeckt, das ist für mich nicht Sinn der Sache.
Also ihr Lieben, wenn ihr das nächste Mal etwas in der Hand haltet, das für euch keinen Wert mehr hat, dann überlegt doch mal kurz, ob es nicht jemand anderes gibt, der es gebrauchen kann. Oder ob es nicht etwas gibt, womit ihr jemandem etwas Gutes tun könnt, vielleicht auch ohne dafür Anerkennung zu bekommen.
Es fühlt sich gut an zu helfen, probiert’s aus!
Und für alle Neugierigen hier ein Bild, wie ich jetzt aussehe ;)