Psychologen haben festgestellt, was viele schon wussten, Musik kann eine entspannende Wirkung haben. Für diese Untersuchung wurde der Cortisolspiegel im Speichel gemessen. Cortisol ist das Stresshormon, dass bei negativem Stress ausgeschüttet wird.
Die Musikrichtung selbst spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass du dich ausruhen willst und dazu als Entspannungsinstrument Musik wählst. Der Grund, warum du Musik hörst, ist hier also massebend. Zusätzlich wurde festgestellt, dass beruhigende Musik, unabhängig vom Grund des Hörens und des Musikgeschmackes, eine stressreduzierende Wirkung hat.
Musik ist also ein gutes Mittel, um eine Entspannung zu unterstützen, zur Aktivierung und Motivation (zum Beispiel beim Sport) oder Fokussierung. Musik ist, nach meiner Erfahrung, bei vielen Menschen mit Erinnerungen und Emotionen verknüpft. Dies kann gezielt genutzt werden. Die eigene Playlist sollte jedoch von «runterziehenden» Titeln befreit werden.
Zur Unterstützung bei Entspannungsübungen oder Meditationen läuft häufig leise Musik mit. Als «äusserer Filter» hilft Musik, den Fokus auf der eigentlichen Übung zu halten und nicht ständig von äusseren Geräuschen abgelenkt zu werden. Hast du nur kurz 20 Minuten Zeit für eine Meditation, kannst du Musik auch sehr gut als Zeitmesser benutzen. Ist die Musik aus, wird es Zeit für den nächsten «Termin», zum Beispiel.
Als Unterstützung zur Entspannung eignet sich Instrumentalmusik sehr gut. Wie bereits erwähnt, muss dir die Musik gefallen und frei von negativen Erinnerungen und Emotionen sein. Es wird auch vorgeschlagen, dass das Tempo im Bereich von 60 bis 80 Schlägen pro Minuten liegen soll. Dies entspricht in etwa dem durchschnittlichen Herzschlag. Für mich persönlich wird das schon zu kompliziert, daher achte ich darauf, dass der Rhythmus ruhig und konstant ist, dann passt es für mich.
Bei vielen psychischen/psychosomatischen Erkrankungen gehört die Musiktherapie zum Standard der Kliniken und hat dort durchaus seine Erfolge.
Fazit: Musik kann viel bewirken, auch wenn wir es uns im ersten Moment nicht bewusst sind, oder gar nie darüber nachgedacht haben, warum wir wann Musik hören. Wenn du gut auf Musik ansprichst, warum die Playlist nicht bewusst für deine Ziele und zur Entspannung einsetzen?