„ Los komm jetzt, mach hin, wir wollen an den Strand „ hörte ich Liebchen rufen.
„ Geht gleich los, muss nur schnell den Artikel für Steemit schreiben „ liess ich Sie wissen.
Dieser kleine Dialog fand vor vielen Stunden statt und Liebchen ist gemeinsam mit Bob dem Hund, schon längst über alle Berge, Richtung Strand gefahren, während der Verzweiflung nahe, noch immer auf den PC Monitor glotzt und grübelt wie er die Leserschaft bei Laune hält. 🤔
SCHREIBBLOCKADE ODER ALTERSSTARRSINN
Für das erstere spricht, das mir trotz enormer Bemühung einfach nicht einfallen will, wie ich das zurückliegende KonzertEreignis in Worte fassen soll und zweiteres würde das Verhalten so manch eines Besuchers dieses Musikspektakels erklären, welches mich doch etwas irritierte.
Schon an der Kasse strahlte mich der junge Ticketverkäufer etwas mitleidig an und fragte wie viele Karten der „ Senhor Muelli „ denn kaufen wolle.
Ich bin es nicht gewohnt gesiezt zu werden und hätte er „ Senior „ gesagt wäre er gefallen, egal ob zu recht oder nicht.
Natürlich bin ich es gewohnt auf solch Veranstaltungen
( https://steemit.com/deutsch/@muelli/sub-kulturelle-freuden ) meist der Älteste zu sein, aber bisher wurde ich eher selten auch als solcher behandelt.
Diesmal dagegen erweckte das Benehmen der jungen Punkrocker mir gegenüber, den Eindruck als wäre ich etwas gebrechlich, oder warum springen gleich zwei Bengels vom Biertisch auf um mir einen Sitzplatz anzubieten?
DENEN ZEIGE ICH
… das ich noch lange nicht zum alten Eisen gehöre, dachte ich mir, kämpfte mich nach vorne an den Bühnenrand wo der tanzende Mob am toben war, reckte das Fäustchen in die Luft, sprang meines Ansehens nach sehr elegant in den wütenden Pulk und landete unvermittelt auf dem Arsch.
Kaum gelandet, zogen mich geschätzte 20 Hände wieder auf die Beine und ich blickte in viele sorgenvolle Gesichter.
Ein etwas verklemmtes Lächeln meinerseits und ab nach hinten in die letzte Reihe nahe der Bar, ein Bier geholt und leicht wippend im Kniegelenk, das Konzert von dort genossen.
ALLES HALB SO WILD
und nachdem mir von vielen Seiten versichert wurde, das es nicht der Hohn ist der die Jungen treibt, sondern mir schlicht und einfach Respekt gezollt wird, für all die Jahre in denen ich aktiv als Konzertveranstalter und Besucher dem portugiesischen Underground treu geblieben bin, machte ich mich wieder locker und genoss in vollen Zügen diese Art der Altenpflege. 🤒
DAVON WOLLTE JOÃO NICHTS WISSEN
Der stufte mich direkt wieder als Pflegefall ein, dabei hatte ich uns für die Nacht ein gemütliches Bett auf der Ladefläche des Transporters errichtet.
Morgens entdeckte ich meinen Begleiter zusammen gekrümmt im Fahrerhäuschen, mit den Nerven sichtlich am Ende.
Erst später erfuhr ich durch Liebchen, derer er sich anvertraute, das ich nicht nur in extremen Tonlagen geschnarcht hätte, sondern im Schlaf auch wild um mich geschlagen und getreten hätte, um dann urplötzlich still zu halten und mit atmen aufhörte, so das er sich ernsthafte Sorgen machte.
Er hat wohl etwas übertrieben, schliesslich atme ich ja wieder und bald kriege ich Dank auch endlich
! 🤑 🤑 🤑
ACH DU SCHRECK
… ist ja doch noch ein Artikel geworden, wenn auch kein musikalischer.
Hoffentlich hatten Liebchen und der Hund auch soviel Glück am Meer.
Gestern sah es dort etwas fragwürdig aus.
Dort wo man auf dem Bild nur Nebel sieht, sollte eigentlich ein Strand zu erkennen sein.
Noch ein bisschen Kunst zum Nachtisch? Hier https://steemit.com/deutsch/@muelli/eine-eselsbruecke