JUBEL, TRUBEL, HEITERKEIT … MUELLI´s HITPARADE WIRD 50! 🥳
Einst als Solo Projekt gestartet, fanden die all Sonntäglichen Hits schnell Anschluss bei den #sundayclassics, dem Treffen der Handvoll Punkrocker die sich hier auf Steemit unter der Führung vom jeden Sonntag Ihr Stelldichein geben.
Der Moderator dieser Hitparade hat die 50 längst überschritten und möchte heute einmal zurück blicken, zurück in seine Jugendzeit und Euch eine Geschichte erzählen ( ... das machen alte Männer halt so. 😎 ), die irgendwie auch etwas mit Punk zu tun hat.
Den Soundtrack für die heutige Show, liefert uns die Band SCHLEIM KEIM aus dem thüringischen Stotternheim.
Sie gehörten zur ersten Generation ostdeutscher Punkbands und auch der junge Muelli behauptete sich einst im " Proberaum" der Band als Gastsänger.
Die Begeisterung über mein ungehemmtes Gebaren am Mikrofon und der aggressiven Vortragsweise mit der ich die Songs von Otze, dem eigentlichen Sangeskünstler und Band Chef vortrug, begeisterte alle Anwesenden derart, das ernsthafte Überlegungen aufkamen mir das Mikro dauerhaft zu überlassen.
Allerdings verlor ich meine wütende Ausstrahlung, wie auch die Stimme, sofort wenn ich nüchtern war und da ich ja nicht Dauer besoffen musizieren konnte und das auch niemand wollte, kam ich als Sänger nicht mehr in Frage.
Das war auch gut so, nicht nur bewahrte es mich vielleicht vor einer frühen Leberzirrhose, auch wäre es mir wohl nie gelungen der unvergleichlichen, rotzigen, angepissten Stimme von Otze im entferntesten nahe zu kommen.
Für heutige Hörgewohnheiten, klingt das was seinerzeit Standard im ostdeutschen Underground war, schon ganz schön gewöhnungsbedürftig.
Zur Feier des Tages, möchte ich nun noch eine Geschichte aus dieser Zeit erzählen, die sich so zugetragen hatte und in der vermutlich auch der Ursprung meiner Verachtung, gegenüber dem Polizeiapparat liegt.
ES WAR ANFANG DER ACHTZIGER JAHRE, ALS ICH DAS OPFER EINES DIEBES WURDE
Wir lebten zu dritt in meiner Wohnung, bzw. in der eines Freundes, welcher sich gerade wegen Missachtung öffentlicher Regeln im Gefängnis befand.
Am Tag als es passierte hatten wir einen Gast in der Bude, von dem wir lediglich den Spitznamen kannten, wohl aber wussten das der Knabe kein unbeschriebenes Blatt ist und sich mit den ganz harten Typen der Stadt umgab.
Ich kannte ihn noch aus frühen Jugendtagen, war er doch damals ein Teil derer, die ein wenig auf den kleinen Muelli aufpassten, ihn in Ihre Gang aufnahmen und als Nesthäkchen vor dem Bösen der Stadt beschützten.
Dieser Typ verbrachte die Nacht bei uns und während sich die drei kleinen Punker am frühen Morgen, der Zeitverschwendung ihres Tuns noch nicht bewusst auf Arbeit begaben, nutze unser Gast die Gelegenheit auszuschlafen und uns anschließend die Bude auszuräumen.
Das Entsetzen war groß als ich nachhause kam und meinen geliebten West Kassettenrekorder der Marke Grundig ( war damals für mich nicht mit Gold aufzuwiegen! ), den ich einst gegen eine Bomberjacke die ich einem Nazi Skinhead mal vom Körper drosch eintauschte, anschalten wollte und ihn nicht mehr fand.
Kurz, alles was auch nur ein wenig Wert in der Bude hatte war weg.
Da uns weder die Adresse noch der wahre Name des Diebes bekannt war, beschloss der sehr naive, frustrierte Dreierrat der Wohnung schweren Herzens, einen anderen Feind in die Materie einzuweihen.
Die Polizei.
Dem Umstand das ich der einzig offiziell gemeldete Bewohner der Hütte war, ist es zu verdanken das ich die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt bekam, eine Anzeige zu erstatten.
Also trug ich der Haupt Kommissarin mein Anliegen vor und erzählte ihr meine Geschichte.
Geduldig ließ sie mich gewähren und nachdem ich damit fertig war, überraschte sie mich mit folgendem Satz.
„ Herr Muelli, bringen sie uns Name und Adresse des Täters, dann schreiten wir ein! „
Ich ersparte mir jeglichen Kommentar und verließ umgehend den Raum, fassungslos und unglaublich irritiert.
EIN PAAR TAGE SPÄTER
Wir saßen zu acht in unserer Bude, betranken uns und schmiedeten Pläne wie wir am besten die Regierung stürzen würden und die Welt ansich zu einem besseren Ort machen wollen, als Otze von SCHLEIM KEIM zur Tür herein gepoltert kam und aufgeregt verkündete, das er die Adresse des Diebes hätte.
Wir wurden hellhörig.
WIE KAM ES DAZU?
Er saß in der Straßenbahn, als er ihn sah.
Etwa 10 Meter neben dem von uns gesuchten Räuber, patrouillierte eine Bullen Streife und die Bahn hielt.
Otze sprang heraus, rannte auf den Typen los und schlug unvermittelt auf ihn ein, wohl wissend das die Polizei dem Treiben gleich ein Ende setzen würde.
Er hatte recht, schnell waren die Ordnungshüter zur Stelle, beendeten das Spektakel und notierten sich die Personendaten der beiden Kampfhähne, wobei ihnen Otze ein wenig über die Schulter schaute und somit in den Besitz des Namens, wie der Adresse des Langfingers kam.
DO IT YOURSELF!
Es bedurfte keiner langen Diskussion zu wissen was nun getan werden musste. Wir verschoben den Regierungssturz und auch die Welt musste sich noch gedulden.
Mittlerweile zu neunt, liefen wir zielstrebig zum Heim des Diebes und waren bereit alles dafür zu tun, die geklauten Sachen wieder in unseren Besitz zu bringen.
Ich klingelte, es passierte nichts und auch auf das fordernde Klopfen an der Tür gab es keine Reaktion von innen.
Der Typ war nicht daheim, was schlussendlich ganz sicher gut für Ihn war, wäre ihm die aufgestaute Wut von 9 Gewaltbereiten Punkern bestimmt nicht bekommen.
Ein Tritt, die Tür war offen.
Was nun geschah, sollte als einmaliges Erlebnis in meinem Leben Bestand haben.
Zuerst wurden die geklauten Sachen sicher gestellt, auch mein liebstes Stück der Kassettenrekorder war noch da und anschließend begann eine Zerstörungsorgie ungeahnten Ausmaßes.
Die Wohnung wurde im wahrsten Sinne des Wortes in ihre Einzelteile zerlegt und ein finaler Stuhlgang aller Beteiligten in ihr, setzte dem ganzen noch die Krone auf.
TAGE SPÄTER
Jens stupste mich aufgeregt an, als wir Nachts in der Mitropa Bahnhofsgaststätte in der Warteschlange zum bezahlen unseres späten Bieres standen und forderte mich auf, mich vorsichtig umzudrehen.
Da erblickte ich Ihn, den Dieb im Kreise seiner gefürchteten Kollegen.
Unsere Blicke trafen sich kurz, bevor ich mich wieder umdrehte.
Sichtlich nervös schmiedeten wir Zwei in der Warteschlange verzweifelt einen Fluchtplan, waren wir uns doch einig das wir das vermutlich bevorstehende Tohuwabohu nicht heil überleben würden, denn gegen diese Jungs dort hinten, waren wir echte Waisenknaben und es auf einen Kampf ankommen zu lassen käme einem Selbstmord Kommando gleich.
Noch ein kurzer Blick zurück über die Schulter, gefasst darauf das sich die Meute bereits in unsere Richtung bewegt und was ich nun sah war im ersten Moment nur schwer zu verstehen.
Der Dieb verließ auffallend gehetzt mit seiner Freundin an der Hand die Gaststätte, blickte noch einmal kurz zu uns und verschwand.
WIR HATTEN WOHL IN SEINER WOHNUNG EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK HINTERLASSEN und nur langsam begriffen wir das er es war, der es mit der Angst bekam als er uns erblickte.
Wir tranken unser Bier aus und verließen erhobenen Hauptes die Gaststätte.
Ich sah diesen Typen danach nie wieder.
EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK, aber auch einen sehr verwirrenden, hatte leider auch Otze hinterlassen.
Jahre später, das deutsche Land wurde vereint und mit den neuen Drogen die es nun auch im Osten gab, kamen wohl nicht alle zurecht.
Otze erschlug seinen Vater mit der Axt und wurde, als er gerade dabei war den leblosen Körper mit der Säge zu zerteilen, um ihn anschließend den Schweinen vorzuwerfen erwischt.
Nach kurzem Gefängnisaufenthalt wurde er in eine Nervenheilanstalt eingeliefert, in der er später sehr jung auf mysteriöse Weise verstarb.
Offizielle Todesursache: Herzversagen.
Ach herrje, ist ja etwas härter und länger geworden als geplant, aber nun, man wird nur einmal Fünfzig! 🥳
Meist kurz und schmerzlos dagegen, geht es in den vergangenen Hitparaden zu, in die Ihr folgend rein hören könnt.
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https://steemit.com/deutsch/@muelli/muelli-s-hitparade-hit-der-woche-2
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Schon klar das dies nicht jedermanns Sache ist, aber Ihr ist dabei scheinbar heiß geworden.
Jetzt aber Schluss, Ihr wisst was zu tun ist! 😎
Ein …
… erfreut den Moderator und motiviert ihn weiterhin, zu seinem sonderbaren ...