Es gab Zeiten da war ich mit meiner kleinen Film Kamera verwachsen und filmte alles was mir vor die Linse kam, um anschließend kleine Filmchen für den Hausgebrauch zu schneiden.
Für Hollywood hat es halt nie gereicht. 🎥😎
( https://giphy.com/gifs/oscars-academy-awards-oscars-1984-l0Ex2enmcSlbj7ojK )
So entstanden auch die folgenden Aufnahmen unserer kleinen Rasselbande, die nun im Film zu sehen ist. ( R.I.P. )
So ein Leben als Bauer, hat halt wie alle anderen Leben auch, seine Höhen und Tiefen und das Schlachten gehört definitiv nicht zu den erfreulichen Höhepunkten.
Die Freude war riesig als Piggy die Sau ihre Jungen zur Welt brachte, es waren aber auch ein paar niedliche Racker die da plötzlich im Gehege herum hopsten und nicht nur von Familie Muelli gehätschelt wurden.
Wirklich jeder Bekannte mit Kleinkind stand folgend bei uns auf der Matte, um die Schweinchen zu bewundern und als der Ansturm der Besucher nicht mehr aufhören wollte, erwog ich schon Eintrittsgeld zu nehmen wie im Zoo, lies aber schlussendlich davon ab.
Auch hätten wir Abstand davon nehmen sollen, jedem Einzelnen der putzigen Tierchen einen Namen zu geben, war der einzige Grund für unsere kleine Schweinezucht doch der, Nahrung heranzuziehen und ich muss wohl nicht erwähnen wie dramatisch sich gerade bei Kindern ein Abendessen gestalten kann, wenn Sie wissen das das Stück Fleisch auf Ihrem Teller z.B. vom „ Purzelchen „ ist.
Irgendwann wurde am Essenstisch einfach nicht mehr darüber gesprochen, wer da gerade auf dem Teller liegt und auch meine hausgemachten Wurstwaren bot ich im Kreis der Familie nur noch stillschweigend an, ohne ihren Ursprung zu benennen.
Nach einigen Wochen aber, futterten alle genüsslich das Fleisch ohne daran zu denken woher es kam und waren sich einig, das es etwas ganz besonders Feines war was da serviert wurde.
Und das war es zweifelsohne.
Noch heute schwelgen wir in angenehmer Erinnerung an die zarten wohlschmeckenden saftigen Filets, Steaks etc. unserer ersten und einzigen Schweinezucht bisher, war es doch tatsächlich so ziemlich das beste Fleisch was jemals unseren Gaumen erfreute.
Auch heute kommt das Thema, mal wieder damit zu beginnen, öfters auf den Tisch, sind doch alle Vorräte längst schon aufgebraucht und vergleichbar Gutes wurde noch nicht gefunden.
Auch die Hilfe bei der Landbereinigung wird vermisst, denn man darf nicht unterschätzen wie fleißig so eine Schweinebande den Boden umgräbt und jeglichem Wildwuchs den Gar ausmacht.
Auch hielten Sie die Hühnerdiebe wie z. B. den Fuchs und die Mangusten, eine Art Marderhund fern. Kaum waren die Schweine eingefroren und zu Wurst verarbeitet, gab es Übergriffe aufs Hühnergehege, welches sich direkt neben dem Schweinestall befand.
Was ebenfalls dafür spricht sich wieder ein paar Ferkel anzuschaffen, wäre die Resteverwertung.
Mit all dem biologischen Abfall aus dem Garten, den Essensresten usw. sind die Hühner völlig überfordert, kommen doch beachtliche Mengen davon zusammen.
Der große Nachteil wieder mit der Viehzucht zu beginnen wäre natürlich, das man sich in seiner persönlichen Freiheit deutlich einschränken muss, denn die Tiere wollen anständig umsorgt werden.
Da kann man nicht einfach mal für ein paar Wochen verschwinden, denn auch die eigentlich sehr hilfsbereite Nachbarschaft ist nur bedingt belastbar.
Zum anderen, der aufmerksame Leser weiß es bereits, mutiert Muelli langsam aber sicher zum Vegetarier und auch wenn er wohl immer mal wieder ins hochqualitative Würstchen beißen wird, wären die zu erwartenden Fleischberge doch etwas übertrieben und so belassen wir es vorerst beim Geflügel, denn einem Hahn den Hals umzudrehen fällt dann doch etwas leichter als eine Sau zu schlachten und schmecken tut der Gockel auch.
Warum ich Euch damit belästige?
Gute Frage, nächste Frage!
Ich weiß es nicht. 😎
Außer Frage steht jedoch, das es, wenn auch nicht im Schweinsgalopp, weiter geht mit meinem ländlichen …
( Bilder und Film in diesem Beitrag, sind von hausgemacht. )