Ja so warns de oidn Rittersleut...

Heute möchte ich aus der Zeit der Burgen und Ritter berichten. Deren Hinterlassenschaften findet man nicht nur malerisch auf Bergen entlang des Rheins sondern auch, teils gut versteckt, in unserer Sprache: Worte die sich während dieser Zeit entwickelt haben oder eingebürgert wurden.
Ganz oben in der Gesellschaft stand natürlich der Kaiser der seinen Vasallen Lehen gab. Zur Verwaltung hatte er Ministeriale denn Papierkram gab es schon immer. Für Recht und Ordnung sorgten die Ritter. Sie konnten nicht nur kämpfen, nein - sie waren edel und wussten was Tugend und gute Manieren waren, auch wenn sie nicht alle an der Tafelrunde saßen.
Es gab Turniere wo die Kämpfer mit ihren Schwertern und Lanzen sich gegenseitig auf Panzer und Visier schlugen um den begehrten Preis zu erhalten. Dabei mussten sie hurtig sein denn Fehler konnten böse ausgehen.
Bei Festen waren alle in Samt gekleidet und lauschten dem Klang von Posaune und Flöte. Auch beim Tanz musste so ein Ritter aufpassen - trat er beim Tanz einer feinen Dame auf die Zehen, so war er schnell als Tölpel verschrien. Ob im Palast oder im Pavillon, höfisches Parkett war glatt und eckte man mit dem Verkehrten an konnte man schnell im Turm landen.

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