
Lange war Latein die Sprache der Wissenden und Denker. Aber es gab schon vor tausend Jahren Menschen, die auch in ihrer Heimatsprache Gedanken und Konzepte in Worte fassen wollten. Was aber wenn es diese Worte bisher nicht gab?
Im zwölften Jahrhundert begann sich das religiöse Leben zu verändern. Mystiker beschrieben ihre Erfahrungen und Gedanken, es entwickelten sich Bettelorden, Wanderprediger mischten sich unter das Volk. Mehr und mehr nutzten sie die deutsche Sprache und wo sie ihre Gedanken nicht in Worte fassen konnten, da entwickelten sie neue.

Es werden auch wissenschaftliche Werke in deutscher Sprache geschrieben. Schon Hildegard von Bingen hatte z. B. die deutschen Namen der Heilkräuter genutzt und nun entstanden viele Kräuterbücher in deutscher Sprache. Die Verfasser wollten ihr Wissen teilen und das konnten sie nur wenn sie von möglichst vielen verstanden wurden. Auch Chroniken wurden geschrieben und Gesetzessammlungen: 1230 die "Sächsische Weltchronik" und 1220 der "Sachsenspiegel" als erste Bücher ihrer Art auf deutsch.

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