Ich möchte euch heute einen meiner Lieblingsorte in Berlin vorstellen: Die Pfaueninsel.
Pfau
Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Vom S-Bahnhof Wannsee fährt neben dem normalen Bus auch ein sogenannter historischer Traditionsbus aus den 70er Jahren, allerdings nur einmal ungefähr alle zwei Stunden, daher sollte man sich bei Interesse vorher über die Fahrtzeiten informieren. Mit dem Bus, neu oder historisch, geht es dann über die Wannseebrücke und in den Rübezahlweg hinein, der direkt zur Anlegestelle der Fähre führt. Die Fähre pendelt alle zehn Minuten die ungefähr 30 Meter zwischen Festland und Insel hin und her. Mehr als einmal habe ich schon die Frage gehört, warum man nicht einfach eine Brücke baut. Das wäre wohl theoretisch und technisch möglich, jedoch wurde die Pfaueninsel seit jeher über das Wasser erreicht und der Berliner liebt seine Traditionen und wenn dem Berliner etwas wichtig ist, bleibt er stur. Was ich bezüglich der Fähre nur begrüßen kann, da ich selbst gerne auf dem Wasser unterwegs bin, wobei das Vergnügen hier allerdings mit ungefähr einer Minute recht kurz ist.
Blick auf den Wannsee von der Fähre
Die 4 Euro Eintritt bezahlt man vor Überfahrt auf der Fähre dem Fährmann. Ich finde den Preis angemessen und gerechtfertigt, schließlich müssen Flora und Fauna gepflegt werden. Den passionierten Rauchern fällt bei Betreten der Insel sofort das "Rauchen verboten" Schild auf, was absolut und auf der gesamten Insel gilt. Ich selbst habe schon die eine oder andere Zigarette unauffällig genossen und selbstverständlich, denn darum geht es ja letztendlich, die Stummel fein säuberlich eingepackt und mitgenommen.
Neben den frei herumlaufenden Pfauen, wie der auf dem von mir persönlich aufgenommenen Foto oben, gibt es auch noch andere Vögel in einer großen Voliere, wie zum Beispiel weiße Pfauen oder besondere Hühnerarten.
Stolzer Hahn
Manchmal kann man auch das Pony Olaf auf der Weide am nordöstlichen Ufer bewundern, und wenn man Glück hat, steht eine ganze Herde Ziegen zur Belustigung zur Verfügung. Natürlich gibt es neben den Tieren auch nennenswerte Gebäude auf der Insel. 1683 betrieb hier der große Kurfürst eine profitable Kaninchenzucht, von 1685 bis 1689 hatte der Alchemist und vermeintliche schwarze Magier Johann Kunckel hier sein Labor, in dem er anscheinend versuchte Gold herzustellen, was zu der Zeit recht beliebt war. Der Nachfolger vom alten Fritz entdeckte dann die Insel für sich und seine Freunde als Lustgarten, in dem es sich hervorragend feiern, tanzen und jagen lässt, womöglich nicht in dieser Reihenfolge.
Lustschloss, einer Ruine im italienischen Stil nachempfunden
Das Kavaliershaus
Brunnen mit Palmen
Sollte man hungrig oder durstig werden und selbst für diesen Fall nicht vorgesorgt haben, ist das gar kein Problem. Auf der offiziellen Liegewiese gibt es ein kleines Häuschen mit Kaffee, Kuchen etc. und einen Grillwagen. Es wird die gute Milch verwendet und das kulinarische Angebot ist insgesamt klein aber fein und dabei preislich nicht übertrieben.
Teil der Liegewiese mit Imbiss und Pfau rechts neben dem im Gras sitzenden Pärchen
Zum Abschluss möchte ich noch bemerken, dass der Pfau auch von hinten eine Pracht ist.
Imponierender Pfau von hinten
Natürlich gibt es noch viel mehr und ich wünsche viel Spaß dabei, alles Weitere selbst zu entdecken.
Ich hoffe, der kleine Ausflug hat gefallen, und auch die Fotos, deren Quelle ich selbst bin.