Was Facebook Likes über die Intelligenz, Trinkverhalten und das Alter aussagen!
Ich schreibe gerade an einer Seminararbeit für mein Studium und habe einen interessanten Artikel über die Prognose der menschlichen Eigenschaften auf Social Media Seiten gefunden, den ich Euch gerne näherbringen will.
Wie wir alle wissen ist Facebook eine wichtige Marketing Plattform für die verschiedensten Unternehmen geworden. Durch die Benutzung von Google sehen wir innerhalb von fünf Minuten maßgeschneiderte Werbeanzeigen in Facebook. Mittlerweile gibt es schon umfassende Studien zu den sozialen Interaktionen, Unterhaltungen und Shopping-Verhalten, denn diese Daten können leicht erhoben und weiterverarbeitet werden. Mittels analysierten Daten über Browserlogs, Musiksammlung, Freundesanzahl von Facebook und Twitter kann das Alter, Sexualität, Geschlecht, Beruf, Ausbildung und private Eigenschaften, ohne deren Angaben, sehr genau bestimmt werden.
Diese Studie hat die Facebook Likes über Fotos von Freunden, Status Updates, diverse Facebookseiten, Sport, Musik, Restaurants und beliebte Webseiten analysiert.
Resultate:
Dichotome Merkmale (Alternativmerkmale – Nur eine Möglichkeit trifft zu):
In der Grafik siehst Du wie die einzelnen Attribute in Prozent richtig bestimmt werden können. Mit einer durchschnittlichen 77 % Wahrscheinlichkeit kann man diese Merkmale richtig bestimmen. Sehr genau kann man die Ethnie, das Geschlecht und die Sexualität feststellen.
Trichotome Merkmale (Merkmale wo mehrere Möglichkeiten zutreffen könnten)
Diese Merkmale kann man nicht mehr so genau vorhersagen. In der Grafik wurden die Prognosen von Pearson Korrelation transparent eingezeichnet und die tatsächlichen Messwerte farblich ausgefüllt. Diese Ergebnisse fallen schon schlechter aus, nur das Alter kann zu einer 75 % Wahrscheinlichkeit richtig ermittelt werden.
Für eine Hohe Intelligenz wurden am meisten folgende Begriffe „geliked“: Unwetter, Wissenschaft, Colbert Bericht, Mozart.
Für eine niedrige Intelligenz wurden Begriffe wie: Harley-Davidson, I liebe es eine Mutter zu sein, Sephora (französische Kosmetikkette) „geliked“.
Jedoch gibt es hier sicher einige Ausnahmen und man darf nicht alle über einen Kamm scheren.
Die vollständige Tabelle findest Du hier: Tabelle
Fazit:
Diese Studie zeigt, dass bei Dichotomen Merkmale die Likes sehr gut zuordenbar sind, jedoch wenn die Studie etwas komplexere Eigenschaften bestimmen soll, es schon ungenauer wird. Für Unternehmen die schnell ihre Zielgruppen suchen und Werbung für diese schalten wollen, kann man dieses Verfahren auf jeden Fall verwenden.
Wir normalen Verbraucher können uns darauf verlassen, dass nur mittels aufwendigeren Verfahren unsere Persönlichen Eigenschaften zu 100 % bestimmt werden können. Wir sollten uns aber auch im Klaren sein, dass unser Verhalten im Internet für Werbung und Analysen aufgezeichnet werden.
Quelle: PNAS
Nessos