Willkommen im neuen Jahr und willkommen zum weißesten #MittwochsQuickie seit langem!
Ich sitze gerade in einem kleinen Ort in den Österreischischen Alpen und es schneit und schneit und schneit. Endlich hab ich mein Winterwonderland gefunden.
Das hat mich auf den Gedanken gebracht nicht nur das Thema "Skifahren" zu wählen, sondern auch, für alle, die nicht gerne oder noch nie Skifahren waren, die Frage zu stellen: "Was würdest du tun, wenn du in einer kleinen Hütte auf dem Berg eingeschneit wärst?". Natürlich mit genug Vorräten und Wasser, aber ohne Internet.
Zum Glück ist es hier noch nicht so weit, dass nichts mehr geht weil zu viel Schnee liegt, aber ein bisschen wirkt es schon so und Interent habe ich immer nur ganz kurz, wenn es gerade nicht schneit.
Alles ist weiß und mit einer dicken Schneedecke überzogen. Die Gehwege werden mit dem Schnee von den Fahrbahnen zugeräumt, wenn der Schneepflug durchfährt und sind kaum noch zu erkennen. Ohne guter Skibekleidung und Schuhwerk kommt man abseits der geräumten Straßen keinen Meter weit ohne im Schnee zu versinken.
Es haben aber nicht alle Freude mit den Schnemassen. Die Menschen verkriechen sich in ihren Häusern und man sieht nur sehr selten jemanden auf der Straße. Die einzigen Lebenszeichen von den Ortsbewohnern sind die Fleißigen, die die Einfahrt alle paar Stunden räumen, damit die Gäste ihre Autos parken können und die Gäste, die von den Skipisten zurück kommen.
Der ganze Ort wirkt dabei sehr still und friedlich. Wenn die Autos vorbeifahren, hört man sie nur sehr abgedämpft und wenn man einen Schritt nach draußen macht, knirscht es unter den Schneeschuhen.
Will man aus dem Haus gehen, muss man sich zuerst einen kleinen Gehweg freischaufeln oder nimmt in Kauf, dass man eben bis zu den Knien im Schnee steht und nass wird.
Schnell mal einkaufen Fahren ist auch ein wunschgedanke, da zuerst das Auto unter den vielen Schneehügeln gefunden werden, freigeräumt und enteist werden muss.
Es ist also genau so wie in meiner Erinnerung an Damals bei meinen Großeltern und ich genieße diese schöne und kalte Stimmung sehr. Ich war seit Jahren nicht mehr hier und es ist noch genau so wie ich es in erinnerung hatte, vielleicht sogar etwas verschneiter.
Für meinen kleinen Spaziergang zur Sitzbank oben bei den Bahngleisen hab ich mir mein Snowboard mitgenommen. So konnte ich nach dem Aufstieg durch kniehohen Pulverschnee mein Board anschnallen und quer über die Weiden bis in unseren Garten gleiten.
Auch die kleine Rodelhütte mitten im Wald wird noch betrieben. Sie hat zwar nur zwei mal die Woche abends für zwei Stunden offen. Der Aufstieg durch das Winterwonderland bringt aber ein uriges Erlebnis mit sich, wenn man sie endlich erreicht und von den Einheimischen herzlich begrüßt wird. Die Abfahrt wird nach ein paar wärmenden Schnäpsen ebenfalls zu einem Abenteuer, das wirklich jedem Besucher ein Lachen ins Gesicht zaubert, wenn er bereits in der zweiten Kurve in den weichen Tiefschnee abrauscht.
Jetzt wird es aber langsam Zeit, die Auffahrt ein drittes und letztes Mal für heute zu räumen, damit ich morgen keinen Tunnel graben muss, um zum Bäcker zu kommen.
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Welcome to the New Year and welcome to the whitest #WednesdayQuickie in a long time!
I'm sitting in a small town in the Austrian Alps right now and it's snowing and snowing and snowing. Finally I found my Winterwonderland.
This led me to the idea not only to choose the topic "skiing", but also to ask the question: "What would you do if you were snowed in in a small hut on the mountain?". Of course with enough supplies and water, but without Internet.
Fortunately it is not yet so far here that nothing works anymore because there is too much snow, but it already looks a bit like that and I only have Interent for a very short time when it's not snowing.
Everything is white and covered with a thick layer of snow. The sidewalks are cleared with the snow from the roadways when the snow plough passes through and are hardly visible. Without good ski clothing and footwear, you can't get a meter off the cleared roads without sinking into the snow.
But not everyone enjoys the snow. People hide in their houses and you rarely see anyone on the street. The only signs of life from the locals are the hard-working ones who clear the driveway every few hours so that the guests can park their cars and the guests who come back from the ski slopes.
The whole town seems very quiet and peaceful. When the cars pass by, you can only hear them very muffled and when you take a step outside, it grinds under the snowshoes.
If you want to leave the house, you first have to clear a small sidewalk or accept that you just stand up to your knees in the snow and get wet.
Driving is also a desirable idea, as first the car has to be found under the many snow hills, cleared and de-iced.
So it's just like i remembered it back then at my grandparents and I enjoy this beautiful and cold atmosphere very much. I haven't been here for years and it's just like I remember it, maybe even a bit snowier.
I took my snowboard for a little walk to the bench up by the railway tracks. So after the ascent through knee-high powder snow I could strap on my board and glide across the pastures into our garden.
Also the small toboggan hut in the middle of the forest is still in operation. It is only open for two hours twice a week in the evening. But the ascent through the Winter Wonderland brings a rustic experience when you finally reach it and are warmly welcomed by the locals. The descent after a few warming snaps (booze) also turns into an adventure that really makes every visitor laugh when he rushes into the soft deep snow in the second bend.
But now it's time to clear the ascent a third and last time for today, so that I don't have to dig a tunnel tomorrow to get to the bakery.