Götz Wittneben im Gespräch mit dem Demographie-Experten, Gemeinde- und Kommunenpräventologen Willi Löhr
Wir sind alle Nachbarn - Wozu brauchen wir gesellschaftlichen Zusammenhalt und was ist im neuen demographischen Wandel zu entdecken? Veränderung heißt „Leben“ und das „Leben“neu beginnen. Dreht euch um, macht eine Wende! Es gibt nichts anderes, als eine Wende von 180° zu machen. Veränderung ist möglich! Wandel und Veränderung schaffen aktives, soziales Leben in der Zukunft der Partizipation 2020!
Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist die nächste Tür zum Nachbarn. Wenn das Gespräch beim Bäcker, beim Metzger, in der Familie aus Zeitmangel nicht mehr stattfindet, schleicht sich im Lebensquartier auch die Einsamkeit ein. Im 21. Jahrhundert denken wir die Dinge in der Gesellschaft nicht mehr zu Ende, so entstehen Lawinen, alles wird schlimmer, bis das ganze soziale System (bio-psychosoziale Störfelder ohne Ende) der Quartiere nicht mehr zu retten ist. Oft unbewusst, weil schon die nächste Herausforderung vor der Tür steht: “Fastfood-Gesellschaft, schnelles Internet, Assistenten in der Küche, in der Technik und im Smartphone-Bereich. Gleichzeitig steigen Medikamenten-, Spiel- oder Alkoholsucht sowie psychosomatische Beschwerden an. Die soziale Verarmung (geistige Kultur), regionale Identität sowie Orientierungslosigkeit sind eine Auswahl von Aspekten, die uns spontan hierzu einfallen. Eine innere Leere schafft Aggressivität mit einer steigenden Tendenz im Lebensquartier bis 2020……Täglich erkennbar!.
Tatkraft oder Schubkraft? Wer übernimmt die Verantwortung in den Gemeinden und Städten im lebendigen Wandel bis 2020?
In der Daseinsversorgung und im Gemeinwohl bis 2020: „Alle“. Wir sind doch alle Nachbarn. Das „Bündnis zum Fenster des Nachbarn, eine Entwicklung für mehr Mit-Menschlichkeit“ schafft Potenziale und persönliche Bindungen in der gesellschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Kompetenz in den derzeitigen Brüchen in den Quartieren. Es stärkt das Ehrenamt, das Quartier und die Lebenswerte und schenkt uns mehr Potenziale für unsere kommenden Generationen im neuen demographischen Wandel.
Kinder, Enkelkinder und Urenkel erkennen den menschlichen, sozialen Wandel für eine gesunde und soziale Gesellschaft! Mitgehen, Mithandeln und Mitwirken, die Transparenz für Veränderungen im Quartier!
Leben im eigenen angstfreien Wertesystem! Partizipation 2020 – Offenheit, Querdenker, Mut, Respekt, Wertegefühl, Selbstwert stärken! Aufbauen, Mahnen und Trösten sind Beschleunigungsfaktoren in den echten Lebenswerte eines Lebensquartiers.
Viele Bürger werden mit Lasten überschüttet und die Verantwortlichen von Unternehmen bis zur heutigen Kirchenpolitik sehen ihre eigenen Lasten kaum. Raiffeisen hat es vor 150 Jahren schon gesehen und es hat sich nichts geändert: „Auch in unserem Amtsbezirk befinden sich unter der armen, ausgesogenen Bevölkerung Giftpflanzen, Wucherer, welche sich ein Geschäft daraus machen, die Not ihrer Mitmenschen in herzlosester Weise auszunützen. Wie das gierige Raubtier auf das gehetzte und abgemattete Wild, so stürzen sich die gewissenlosen und habgierigen Blutsauger auf die hilfsbedürftigen und ihnen gegenüber wehrlosen Landleute, deren Unerfahrenheit und Not ausbeutend, um sich allmählich in den Besitz ihres ganzen Vermögens zu setzen. Eine Familie nach der anderen wird zugrunde gerichtet.“
In Zukunft werden Bürgerbeteiligung, Bürgernetzwerke, Bürgerteilhabe und Bürgerinitiativen bis Bürgerforen vieles nach innen beleuchten, das ist auch ein anderer "Vorteil" der digitalen Vernetzung, statt gestörte, sogenannte „Soziale Netzwerke“ als Zukunft zu sehen. Es braucht Bildung bis 2020/2030.
Der alte Begriff von demographischem und sozialem Wandel hat den Nachteil, etwas im Leben festzuhalten, was von vornherein das Scheitern fördert. Soziales gesundes Leben braucht immer den Aufbruch als Lebensgewinn.
Weitere Informationen: www.fensterzumleben.org