Nach dem gestrigen Warmup und der äußerst optimistischen Wettervorhersage starte ich heute nach dem Frühstück in Richtung Ummanz. Auf dem Rennrad natürlich. Bis dahin sind es knapp 33 Kilometer und ich nehme mir vor, mindestens 80 Kilometer am Ende auf dem Tacho stehen zu haben.
Die Insel Ummanz begrüßt alle Besucher mit dieser Aussicht zur Linken
Die Radwege sind glücklicherweise vom Schmutz und Schotter befreit, sodass es sich sorgenfrei Radeln lässt. Das Tempo halte ich absichtlich deutlich unterhalb der GA-Herzfrequenz, denn heute geht es mir um Sonnetanken, nicht um Rekorde. Das gelingt wunderbar. Von Minute zu Minute wird es wärmer und löse mich von der Kleidungsschicht, die den Wind abhalten soll. Endlich gelangen die Sonnenstrahlen auch an Arme und Hals. Fühlt sich toll an.
Kaum Verkehr, Sonne satt. So fährt man am Liebsten Rad
Auf der vorgelagerten Miniinsel Ummanz lässt sich eine knapp zehn Kilometer lange Runde fahren. Heute ist der Verkehr stark reduziert, denn herrscht noch Vorsaison. Die Cafés sind geschlossen, ebenso wie das einzige Restaurant. Ich fahre an einigen Bauarbeitern vorbei, die anscheinend Rohre für Internetleitungen verlegen. Ja, auch hier im Nordnordost sollte man wenigstens DSL nutzen können.
Alles für den Touri. Dieser Tisch lädt zur Nutzung als Fahrradständer ein.
Dass ich nach der einen Ummanzrunde wieder den Rückweg antrete, steht gar nicht zur Debatte. Heute ist es nämlich nicht nur sonnig und warm, nein, phänomenalerweise weht kein Wind. Sowas habe ich, sofern ich mich recht erinnere, noch nie erlebt. Die Windräder stehen still. Dafür vergnügen sich etliche Kälbchen auf dem frischgrünen Weiden, Pferde rennen um die Wette und gegen Mittag tauchen tatsächlich auch die ersten Rentner auf ihren E-Bikes auf.
Kurzes Päuschen, muss mal hinter den Baum
Nach der vierten Runde geht es wieder zurück. Beflügelt vom Kurzsommer trete ich dann doch etwas mehr in die Pedale als angedacht, aber überschreite den GA-Bereich dennoch nicht. Knappe vier Stunden lasse ich die Sonne auf mich einwirken und meinen Körper sein Vitamin D Depot auffüllen. Besser geht’s nicht. Am Ende stehen 102 Kilometer auf dem Tacho. Ich bin mega happy!
Strava Auszug
Ahoi!