Dieser Beitrag ist kein typischer Reisebericht, sondern eine knappe Zusammenfassung unseres Urlaubes auf der kanarischen Insel La Gomera im November letzten Jahres, mit dem Fokus auf die Vorstellung der Insel für alle, die es bis dato nicht bis dahin geschafft haben.
Hafen von Valle Gran Rey (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Wo ist überhaupt La Gomera?
La Gomera gehört zur Gruppe der Kanarischen Inseln. Die Inselgruppe liegt im Atlantik in etwa auf Höhe der Westsahara, gehört aber zu Spanien und damit zur EU. La Gomera ist die zweit kleinste und auch wildeste Insel des Kanarischen Archipels, wie er auch genannt wird. Von den anderen Inseln hat man auch schon gehört, sie sind sehr beliebt bei vielen Pauschaltouristen: Es sind Teneriffa, Gran Ganaria, Fuerteventura und Lanzarote. Weniger bekannt sind El Hierro, La Palma und La Gomera. Zusammen ergeben sie die Kanaren und liegen 300km vom afrikanischen Festland entfernt und 1500km von Gibraltar. (Landkarte La Gomera)
Blick vom Boot auf die Insel (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Warum La Gomera?
In erster Linie zog uns das Klima dorthin. Urlaub mitten im November und dabei konstante 21 Grad im Durchschnitt? Auf La Gomera geht das. Zudem kommt dazu, dass viele Touristen auf Teneriffa bleiben und sich die eine zusätzliche Stunde auf der Fähre ersparen, um zur Insel des Ewigen Frühlings zu gelangen. Bedeutet im Umkehrschluss, dass nur diejenigen es bis La Gomera schaffen, die von den Vorzügen jener Insel wissen. Zum Jahresende sind es hauptsächlich Wanderer, denn einerseits herrscht perfektes Klima – Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei etwa 2h pro Monat. Und andererseits findet der ambitionierte Zufußläufer über 900 Kilometer an bestens ausgeschilderten Wanderwegen vor, die neben atemraubenden Ausblicken auch an die persönliche Leistung angepasste Herausforderungen im Angebot haben. Aber auch Besucher, die einen Strand und ein Bad im Ozean schätzen, kommen voll auf ihre Kosten.
Ziel erreicht - Berg bestiegen (Klick auf Bild zum Vergrößern)
La Gomera besitzt mehrere Vegetationszonen, wodurch die Landschaft besonders vielfältig ist. Im Zentrum der Insel befindet sich der Nationalpark Garajonay mit dem berühmten Lorbeer- und dem immergrünen Nebelwald. Im Tal trifft man auf Agaven und Kakteen. Ist man mit dem Auto unterwegs, so wechselt das Vegetationsbild manchmal so schnell, dass man glaubt, man wäre auf einen anderen Fleck der Erde gebeamt worden.
Vor lauter Bäumen sieht man... (Klick auf Bild zum Vergrößern)
... nur Palmen oder... (Klick auf Bild zum Vergrößern)
... diese grünen Freunde und... (Klick auf Bild zum Vergrößern)
... diese hier, wobei meine Hand mit einem davon Freundschaft geschlossen hat (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Die gesamte Insel lässt sich in unzähligen Variationen erwandern. Möglichkeiten zur Rast gibt es einige, jedoch nicht zu viele, sodass sich der Entwurf eines Tagesplans lohnt.
Suchbild: Finde die sieben offiziellen Wanderwege in diesem Tal (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Zwei Wochen kann man über die Insel wandern, ohne eine Strecke ein zweites Mal zu gehen. Aber auch Ruhetage lohnen sich. Zum Beispiel am Strand vom Valle Gran Rey: Schwarzer Sand, atemraubende Sonnenuntergänge, herrlicher Wellengang und die Möglichkeit, kulinarische Highlights zu erleben. Oder man gönnt sich eine Whalewatching Tour (darüber hat in diesem Beitrag geschrieben).
Schwarzer Sandstrand: Warm, schön und mal was anderes (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Jeden Abend so! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Und so! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Jedes Tal La Gomeras hat etwas Einzigartiges zu bieten. Zum Beispiel die Wasserburg von Vallehermoso oder die verlassene Fischerstation von Agulo. In Agulo kann man auch nach ganz oben fahren und das Dorf von der gläsernen Plattform aus in Gänze betrachten. Und während unten im Tal die Farben blau und grün dominieren, findet man sich oben auf einer roten, staubigen Marslandschaft wieder.
Castillo del mar in Vallehermoso (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Zugang zum Castillo del mar (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Blick auf Agulo (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Mehr Details möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Man muss es selbst erleben, erwandern, erfahren. Generell sind die Menschen auf der Insel sehr freundlich und zuvorkommend. Die Insel strahlt eine beinahe unnatürliche Ruhe aus – Das merkt man sofort, wenn man die Fähre verlässt. Das Gefühl, geerdet zu werden, macht sich deutlich bemerkbar. Die urlaubstypische "Entstressung" setzt hier deutlich eher ein als woanders, vor allem, wenn man sich zu Fuß über die Insel bewegt.
So geht "Entstressung" bei mir! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Und so! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Und so! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Wir sind schon in einigen Ecken der Erde gewesen. Doch ausgerechnet La Gomera entlockte uns Tag ein, Tag aus Wow-Momente, auch noch am Ende der zwei Wochen, die tatsächlich gerade Mal gereicht haben, die Hälfte der Insel zu ergründen.
Blick auf das Valle Gran Rey von El Guro aus, das Künstlerdorf, in dem wir verweilten (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Unser Fazit war: La Gomera ist einmalig. Wir kommen wieder.
Egal, wohin man schaut, das Auge feiert!! (Klick auf Bild zum Vergrößern)
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Appetizer für das nächste Urlaubsziel liefern. Bei Fragen gerne kommentieren.