Als ich hier vor zwei Jahren aufgeschlagen bin, gab es quasi regelmäßig kleine und große virale Kampagnen. Das war so extrem, dass es vielen sogar schon auf die Nerven gegangen ist. Ich habe selten mitgemacht aber quasi alle verfolgt. Es ist außerordentlich faszinierend, eine derartige Kampagne dabei zu beobachten wie sie sich entfaltet.
Leider sehe ich das hier nur noch äußerst selten und meist erstickt das bereits im Keim. Es kommt also erst gar nicht zur Entfaltung. Eine gute virale Kampagne ist ein Kunstwerk und selbst wenn alles perfekt umgesetzt ist und auch das Timing passt, ist noch kein Erfolg garantiert.
Heute ist mir Chip Advisor von vor die Flinte gelaufen und natürlich habe ich mir das sofort angesehen. Das ist sehr einfach zugänglich und man ist schnell am Ziel. Es kann hier jeder mit nur wenigen Klicks ein Resultat erhalten. Die niedrige Einstiegshürde ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine virale Kampagne. Die Texte sind charmant und lustig geschrieben und die Grafiken sehen auch ziemlich schick aus. Das sieht vielleicht unscheinbar aus, ist aber ziemlich gut durchdacht.
Der mit Abstand wichtigste Faktor einer viralen Kampagne ist das sogenannte Seeding. Sobald die Kampagne vorbereitet ist, wird gezielt an thematisch passende Influencer verteilt. Diese fungieren als erste Ebene, also als primärer Verteilerknoten. Es ist hierbei nicht wichtig auf eine große Reichweite zu setzen, vielmehr sollte auf den thematischen Bogen geachtet werden und vor allem sind bekannte Gesichter (Trust) wichtig. Zieht die Kampagne nicht, geht das Seeding weiter bis irgendwann das vordefinierte Budget aufgebraucht ist. Höchstens 3 von 10 gesetzten viralen Kampagnen können als Erfolg verbucht werden.
Besonders interessant finde ich, dass nun Steem gegen Hive antritt, da man sein Resultat auf beiden Blockchains veröffentlichen kann. Das wird natürlich dadurch verwässert, das viele nach wie vor auf beiden Blockchains veröffentlichen, das muss man berücksichtigen. Aus Sicht von Chip Advisor zahlen natürlich beide in die Kampagne ein. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.
Hier sind beide Hashtags:
Zuletzt aktualisiert am 02. April 2020 um 11:16 Uhr
Ein weiteres interessantes Beispiel für eine gelungene virale Kampagne bietet Pornhub. Auf Pornhub gehen jetzt Corona-Pornos viral. Corona-Pornos? Klar. Anhand dieses außergewöhnlichen Beispiels kann man fantastisch aufzeigen, das man aus quasi allem eine virale Kampagne bauen kann, insofern man sich strikt an das Rezept hält. Diese Kampagne ist natürlich nicht aus dem Nichts entstanden, die Kampagne wurde gesetzt und verbreitet. Das ist übrigens insbesondere deshalb zu honorieren, da Marketing für Pornos enorm schwierig ist. Es sind nahezu alle Kanäle ausgeklammert, also müssen andere Wege gegangen werden. Das macht Pornhub enorm gut.
Die Chip Advisor Kampagne bringt Spaß.
Hab Spaß. Mach mit.
Beste Grüße
Oli
Edit: Dieser Artikel war bis eben nicht auf PeakD sichtbar, da ich den Hashtag P°rn genutzt habe. Das war keine gute Idee. Das solltest du nicht nachmachen, insofern du deine Leser erreichen willst.