Von Thomas L. Knapp
Der aktuelle Vorsitzende der Libertarian Party, Nicholas Sarwark, hat vier Kinder im Alter von unter zehn Jahren. In seiner Stellungnahme zur State of the Union, die er im Namen der LP kommentiert hat, erwähnt er, dass jedes seiner Kinder Schulden in Höhe von 70.633 US-Dollar habe. " Nicht etwa, da wir ihnen Kreditkarten gegeben haben, damit sie sich ein Auto kaufen können", erklärt er, " sondern weil die Politiker in Washington über eine Kreditkarte verfügen, die gemeinhin als Staatsschuld bezeichnet wird".
Zwar widerspreche ich Nick - den ich schon seit etwa 20 Jahren kenne - nicht sehr oft, er hat in diesem Punkt jedoch einen weiterverbreiteten Fehler wiederholt.
Denn nein, Nick, deine Kinder schulden den Gläubigern der US-Regierung nicht 70.633 US-Dollar. Ebenso wenig wie du oder deine Frau Valerie. Ebenso wenig wie ich. Ebenso wenig wie irgendjemand, der diese Kolumne liest und kein aktueller oder ehemaliger Präsident, Vizepräsident oder Kongressabgeordneter ist.
Die 23 Billionen US-Dollar "Staatsschulden" fallen vollständig zu Lasten derer, die sich das Geld geliehen haben.
Du hast dir das Geld nicht geliehen. Sie haben es sich geliehen.
Du hast den Kredit nicht mit unterschrieben. Du warst nicht an der Aushandlung der Zinssätze oder anderer Bedingungen beteiligt.
Natürlich haben die Politiker dein zukünftiges Einkommen und das zukünftige Einkommen deiner Kinder als Sicherheit angeboten, aber dazu hatten sie kein Recht. Du wurdest nicht einmal gefragt, außer in dem Maße, in dem etwa 25% der deinen (durchschnittlich) für einen oder mehrere der Kreditnehmer stimmten. Doch auch diese tragen nur eine geringe Schuld, wurden sie doch häufig belogen, wenn es um die angebliche "finanzielle Disziplin" der Kreditnehmer ging.
Die Gläubiger hingegen wussten das und machten sie zu stellvertretenden Kredithaien. Wie anders kann man jemanden beschreiben, der einem Kreditnehmer einen Kredit gewährt, wenn dieser verspricht, das Geld - Kapital plus Zinsen - Dritten abzunehmen, die nicht ihre Zustimmung gegeben haben?
Kein vernünftiger Mensch glaubt, dass "Staatsschulden" jemals getilgt werden. Die Schulden sind zu groß, sie wachsen zu schnell, und verlangen einen zu großen Teil des amerikanischen Reichtums und der amerikanischen Produktion.
Die US-Regierung wird früher oder später auf die eine oder andere Weise in Verzug geraten. Sowohl die Politiker, die sich das Geld leihen, als auch die Spekulanten, die es ihnen leihen, sind in ein langfristiges Spiel der "Reise nach Jerusalem" verwickelt, in der Hoffnung, dass die Musik nicht aufhört, bevor sie sich zur Ruhe setzen, sterben oder mit dem Gewinn verschwinden.
Sobald die Musik aufhört zu spielen, wird es hässlich für uns alle werden. Um so länger wir aber den Tag der Entscheidung hinauszögern, desto hässlicher wird die letzte Note gespielt werden.
Der einzige Lichtblick ist, dass nach dem Zahlungsausfall auch die Kreditkarte der Politiker für eine gewisse Zeit abgelehnt wird, wodurch ihnen vielleicht gezeigt wird, dass sie mit ihren ausreichenden Mitteln auskommen müssen.
Written by Thomas L. Knapp for the Garrison Center, released in the public domain and translated by @Orionvk.