Wildnis-Zivilisation-Kultur
Foto von mir. Zoo Salzburg.
Seid mir gegrüßt liebe Steemer!
Da ich diese Woche Urlaub habe, hatte ich heute auch mal Zeit mir unseren Zoo in Ruhe anzusehen. Mit Sohnemann im Gepäck fällt einem sowas ja schwer. Entweder man muss sich was ansehen das einen langweilt oder ständig was anderes angucken. Mei Bua neigt zu letzterem, weswegen ich die Gunst der Stunde nutzte.
Nach dem Gepardengehege kommt ein Stück Weg der als Wildnis belassen worden ist, mehr oder weniger. Natürlich nicht ganz, aber immerhin.
Jedenfalls, gibt es dort eine Bank/Liegestuhl, die aussieht wie eine holzgewordene Welle.
Dort mache ich mit meinem Sohn gerne Pause und esse was da man dort meistens seine Ruhe hat. So auch dieses Mal, nur eben alleine.
Als ich so dort saß dachte ich über Mensch und Natur nach. Und da kam mir dann ein Gedanke den ich mit euch teilen möchte.
Ich bin schon seit längerem recht traurig darüber, dass es so scheint als ob Natur und Mensch Feinde wären.
Es scheint paradox. Wenn der Mensch "gewinnt" stirbt am Ende die Natur, und mit ihr der MEnsch selbst. "Gewinnt" die Natur, fallen wir im besten Fall auf das Niveau von Jägern und Sammlern zurück. Ob die Ökos verstehen was das heisst weiss ich nicht so recht. Spätestens bei der ersten heftigen Hungersnot würden sie es verstehen. Zu spät zwar, aber immerhin.
Andererseits ist so eine Betonwüste auch nicht besser.
Was aber, wenn Wildnis und Zivilisation sich zueinander verhalten wie die beiden Extreme die um die goldene Mitte kreisen?
Das Stichwort das sich mir einbrannte war, Kultur.
Wer schon mal im Wald stand, oder auf einem Berg, über Almen, Wiesen oder Felder spazierte (und ich denke, in der Wüste oder auf hoher See wird es nicht viel anders sein), der merkt, dass überall dort wo der Mensch schöpferisch, nicht zerstörerisch, tätig war, es zum Segen für beide Seiten war.
Kultur ist der MIttelweg zwischen der rohen Wildnis und der Zivilisation. Der Überbewertung der Natur wie des Menschen. Denn sie berücksichtigt die Notwendigkeiten des einen wie des anderen. Schließlich sind wir beide Teil der Schöpfung, des Universums. Das Recht des einen ist so groß wie das des anderen!
Parzifal