Guten Morgen liebe Steemer!
Heute ist Allerheiligen. Heute ist ein Tag an dem wir unserer Verstorbenen gedenken. Am Ort der Trauer schlechthin, dem Grab, kommt alles wieder wie in einem Brennglas zusammen. Erinnerungen und Gefühle, gute und schlechte, kommen hoch. Wieder ist ein Jahr vergangen, die Zeit weiter fortgeschritten. Was ist geblieben?
Vieles scheint wie ein Loch zu sein. Hat der Tod unabänderliche Konsequenzen für den Verstorbenen selbst, so hat er diese auch für die Hinterbliebenen. Brücken können einstürzen, aber auch Fesseln gesprengt werden. Was war kann man nicht mehr ändern. Im Tod wird dies deutlicher als sonst wo. Er ist eben die ultimative Grenze.
Die Hinterbliebenen können nur sich ein Beispiel nehmen an dem Verstorbenen. Im Guten wie im Bösen. Im Guten, um ihnen darin nach zustreben. Im Bösen, um sie als warnendes Beispiel zu begreifen. Ohne an der Vergangenheit zu hängen, ohne sie zu verachten.
Freilich. Man muss nicht. Doch man sollte.
„De mortuis nil nisi bene – Über die Toten nur Gutes.“
(Diogenes Laertius, Griechenland, 3.Jahrhundert n. Chr., Doxograph; lateinische Übersetzung von St. Ambrogio Traversari, Italien, 1386- 1439, Theologe)
Fotos von mir.
St. Laurentius-Kirche in Tittmoning.
Parzifal