Auch wenn ich mein Konsumverhalten mittlerweile ganz gut im Griff habe (mehr dazu in einem früheren Post), gibt es doch ein Laster, bei dem ich in Versuchung komme: Make-up, insbesondere Lidschattenpaletten. Alle paar Wochen kommt eine neue Palette auf den Markt mit wunderschönen Farben und besserer Qualität, die in sämtlichen Blogs und auf YouTube gehyped wird – bis das Spiel mit der nächsten Neuerscheinung von vorne beginnt. Wider besseren Wissens lasse ich mich öfters mitreißen, wodurch sich in den letzten zwei Jahren trotz des regelmäßigen Aussortierens einiges an Make-up angesammelt hat.
Verdrängt habe ich dabei aber, dass das Zeug verderben kann.
Nach längerer Zeit kramte ich einen Lippenstift von MAC hervor und als ich ihn geöffnet habe, wurde ich von einem unerträglich ranzigen Geruch überrascht. Dennoch trug ich ihn zur Probe auf; es prickelte sehr seltsam auf den Lippen – er war definitiv gekippt und reif für die Tonne. In Panik habe ich alle Anderen getestet, ein weiterer Lippenstift war ebenfalls hinüber. Ich war angefressen, immerhin haben sie 20 € gekostet. Die netten Damen am MAC-Counter meinten zwar, dass die Lippenstifte fünf bis sechs Jahre haltbar wären und das nicht normal sei, aber offensichtlich hatte ich gleich zweimal Pech.
Aber das sollte mir nicht mehr passieren. Ich machte eine Bestandsaufnahme, wieviel ich wovon besitze, wie lange die Sachen verwendet werden können, ob ich sie regelmäßig und gerne benutze. Meine Schminksammlung reicht bei manchen Kategorien noch einige Jahre, fraglich ob ich beispielsweise meine Lidschatten überhaupt aufbrauchen werde. Ich hab an Farbpaletten alles zu bieten, was ich tragen würde und brauche definitiv nicht noch mehr.
Um den Hypes und dem Kampf gegen das Verfallsdatum entgehen zu können, beschloss ich deshalb, das nächste halbe Jahr kein Make-up zu kaufen. Es muss möglich sein, mit dem auszukommen, was ich besitze und das zu genießen, was ich habe.
Da ich aber nicht von allem Unmengen besitze, gibt es Ausnahmen, die nachgekauft werden dürfen. Voraussetzung ist logischerweise, dass das konkrete Produkt aufgebraucht ist und ich kein Back-up mehr besitze:
- Primer
- Concealer
- Augenbrauenstift
- schwarzen Kajalstift
- Mascara
Ich hoffe, ich halte das mir selbst auferlegte Kaufverbot bis zum 30.06.2018 durch und bleibe standhaft. Drückt mir die Daumen!