Sehr interessante Story, die ich heute las. Und der erste Teil eines kleinen Nachrichtenblogs, den ich mir hier gerne aufbauen will :)
Bisher war China weltgrößter Abnehmer unseres Plastikmülls. Der Joghurtbecher, der also heute in meine Tonne flog, hatte sich also bisher auf eine lange Reise begeben.
Doch nun hat Chinas Regierung für weltweiten Wirbel gesorgt: Das Land sagt "Nein" zum Plastikmüll, aber auch zu Altpapier, CDs und auch Textilien.
Warum? China möchte sich nun in erster Linie, um den eigenen Müllbedarf kümmern und nicht mehr die "Müllkippe der Welt" sein.
Verständlich, oder? Auch wenn in Deutschland bisher sorgfälig (manch einer würde pingelig dazu sagen) auf Mülltrennung geachtet wurde, so kam doch ein großer Teil an Kunststoffabfällen auf ein Schiff Richtung China. Unsortiert.
Doch nun hat die chinesische Regierung eingesehen, dass die Sortierung per Hand meist ohne Filteranlage sehr gefährlich für die eigene Bevölkerung sein kann und dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben.
Tja, und nun? Unsere Mülldeponien sind bereits überlastet. Verbrennen ist natürlich auch nicht förderlich für die CO2 -Bilanz.
Aber vielleicht ist dieser Stopp auch eine Chance - neue Technologien werden gebraucht. Genauer: Bessere Anlagen, um den Müll zu sortieren und zu recyclen. Positiver Nebeneffekt: Recyclingkunststoffe sind besser für die Umwelt, doch noch wehren sich die großen Industrien - wie die Verpackungshersteller - dagegen. Etwa aus Qualitätsgründen.
Möglicherweise können nur Mindestvorgaben dieser sogenannten Sekundärrohstoffe helfen, das Problem zu lösen. Denn eins scheint klar zu sein: einen kleineren Bedarf an Kunststoffverpackungen wird es wohl nicht geben.
Mehr zum Thema u.a. hier:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-01/muellexporte-china-plastikmuell-recycling/
https://www.focus.de/wissen/import-stopp-kein-deutscher-muell-mehr-nach-china-das-hat-unerwartete-folgen_id_8234701.html