Ich hab mir mal so gedacht, dass die schwäbische Mundart doch so etwas tolles und erhaltenswertes ist, das doch am besten alle sie können sollten (schmunzel). Deshalb möchte ich euch immer wieder einmal ein Paar ausgefallene Worte und deren Bedeutung näher bringen. Und heute beginnen wir mit den ersten zwei:
„Herrgottsbscheißerle“
Das Wort "Herrgottsbscheißerle" ist ein schwäbisches Wort für die ebenfalls aus Schwaben stammende Maultasche.
Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte reicht zurück bis mindestens ins 16. Jahrhundert. Da während der Fastenzeit bis zum Ostersonntag kein Fleisch gegessen werden durfte, hatten die findigen Schwaben das Fleisch einfach hinter dem Nudelteig in den Maultaschen „versteckt“.
"Neigschmeckter"
Als ein "Neigschmeckter" wird landläufig ein zugezogener Fremder genannt der von außen ins Schwabenland, die Stadt oder sogar das kleine Dorf kommt. Dieser Status verliert sich mit den Jahren geht aber nie zur gänze verloren. Meist wird erst die die Kindergeneration hiermit nicht mehr verbunden. Wenn diese jedoch ein Dorf weiterziehen, sind Sie wieder "Neigschmeckte" .