Trump der Bösewicht führt Strafzölle für Stahl und Aluminium ein. 25% !!!
Was für ein # Aufschrei folgte... (wie erwartet seitens Politik und Mainstreammedien.)
Unisono wird verkündet: Der Freihandel ist tot
Wie kann er nur der Trumpster?
Nachdem er seit Jahrzehnten(!!) davon spricht genau das zu tun. Wer hätte das erwarten können? Er hat es dauerhaft in seinen Wahlreden angesprochen. Wo kämen wir denn hin wenn Politiker sich daran halten, was sie bei der Wahl versprechen...
Das hat ja nun wirklich keiner ahnen können, dass der Donald so einer ist. Versprechen + Halten ist eine Gleichung die einfach nicht in die Politik passt.
Das Resultat sind Drohgebärden zurück. Bourbon, Erdnussbutter und Jeans werden besteuert, seitens der EU bzw. Deutschland (sind ja kaum noch zu unterscheiden, die Läden). Zurück kommt natürlich der zu erwartende Vergleich primärer Geschlechtsorgane. Wie bereits mit Kim kann sich Trump darauf berufen, daß er einfach "den Größeren" hat. Mit Angela ist dieser Vergleich sicher noch einfacher... auf jeder Ebene. Jetzt müssen Europäer fürchten auf Erdnussbutter verzichten zu müssen und die Amis fürchten um die günstigen Preise für ihre BMWs und Mercedes, die sie in Amiland eh nur im (vergleichsweise) Schritttempo fahren dürften.
Welch eine Horrorvorstellung...
Was ist aber nun dieser allseitsgelobte Freihandel?
Ich kenne freien Handel nur so:
Person A besitzt X, was Person B möchte. Person B muss nun Person A etwas anbieten, was Person A mehr möchte als X. In der Regel gibt Person B nur etwas her was sie weniger dringend benötigt als X. Im Idealfall haben am Ende beide etwas was sie mehr wollten als das was sie vorher hatten.
Kompliziert wird diese Abfolge nur, wenn man darauf achtet, wie sowohl A oder B in das jeweilige Tauschobjekt gelangten.
Schwenkt man seinen Blick also nach China, dann stellt man fest, daß Planwirtschaft hervorragend funktioniert, wenn man eine Milliarde günstige Arbeiter zur Verfügung hat, die begeistert zur Tat schreiten, wenn neuer günstiger Stahl gebraucht wird. HALT! "Gebraucht wird" ist in diesem Fall nicht der richtige Begriff. Hat doch China derzeit eine Überkapazität von über 400 Millionen Tonnen Stahl. (Zum Vergleich benötigt Deutschland pro Jahr etwas über 40 Millionen Tonnen). Das Resultat dieser absurden Überproduktion seitens China war ein Preisdumping welches seinesgleichen sucht: 60% günstigere Preise 2016 und eine Weiterproduktion von etwa 120 Millionen Tonnen pro Jahr. Umweltschutz, Klimaschutz, Arbeiterschutz kann man dabei glaube ich gar nicht ins Chinesische übersetzen.
Jetzt muss man sowohl auf Amerikanischer als auch auf Europäischer und insbesondere Deutscher Seite gucken, wie man seinen Pseudo Ökostahl beziehungsweise hochqualitativen Fair-Trade-Stahl noch auf dem Weltmarkt unterbringt.
Die Rettung eines Arbeitsplatzes in der Stahlindustrie kostet laut neuesten Berichten in den USA etwa eine Million Dollar. In Europa, respektive Deutschland wird dies kaum günstiger sein. Anstelle einer Rettung wäre doch eine Abfindung viel günstiger, oder?
All das wäre aber noch zu einfach. Wie wir wissen ist Trump kein großer Freund des Klimaschutzes. Er sieht (vielleicht verständlicherweise) mehr Sinn greifbare Probleme anzugehen anstelle von theoretischen. Die EU hat hier Dinge beschlossen, die so unvorstellbar hohe Kosten verursacht, dass man 90% aller Probleme der Welt damit finanzieren könnte. Selbst mit meiner eingeschränkten Vorstellungskraft würden mir da ein oder zwei Dinge einfallen, die ich vor dem Klima priorisieren würde...
Er hat nun ja schon das Klimaabkommen verlassen, was Ihn zu einem Bösewicht erster Klasse machte.
Wer daran interessiert ist, welche Folgen die Klimapolitik und der Ablasshandel Emissionshandel für die deutsche Wirtschaft hatte kann hier, bei STAHL online mal nachlesen, wie die Lage bereits 2016 eingeschätzt wurde.
Wie ich es sehe, reduziert sich die Politik inzwischen darauf sich gegenseitig möglichst perfide den "Schwarzen Peter" zuzuschieben und echte Probleme zu ignorieren. Hinter vorgehaltener Hand wird die Klima-Ideologie auf dem Rücken des freien Handels als Sau durchs Dorf getrieben.
Benzin kostet in Dubai 21 Cent pro Liter. Hier etwa 1.40 €. Bis vor kurzem wurde in Venezuela das Benzin für 1 Cent pro Liter verkauft.
Kohle kostet in Japan fast 50% mehr als in Deutschland und in den USA gute 10% weniger als in Deutschland
Für Strom zahlen wir Deutsche knappe 100% mehr als Amerikaner, haben wir doch die besten und sichersten Kernkraftwerke der Welt im Zuge der Energiewende abgeschaltet. Ein Tsunami ist ja in Deutschland ähnlich wahrscheinlich wie an der Japanischen Küste...
Selbst die Schweden schaffen es ihren Strom für ein Drittel des Preises von Deutschland gewinnbringend zu verkaufen (wir zahlen 200% mehr für Strom als die Schweden).
Stahl: Die Qualität deutschen Stahls hängt nicht ab von den Stromkosten, Kohlekosten oder Benzinkosten, sehr wohl aber der Preis. Wenn man in einem komplexen System mehrere Rädchen dreht, dann darf man sich nicht wundern, wenn an anderer Stelle seltsame Dinge passieren.
Freier Handel ist eine Utopie innerhalb eines Geflechts aus Subventionen, Steuern, verschobener Moralvorstellungen und vieler anderer Dinge. Was Trump tut ist nichts anderes als das was jeder Politiker tut: Er pokert um die Zukunft von Macht, Einfluss und Ressourcen für sich und sein Land und dabei stehen Freiheit, Wohlstand und Umwelt auf dem Spiel.
Was wirklich etwas ändern kann ist Selbstverantwortung, Freiheit, Moral und Ethik. Wer sich persönlich dafür entscheidet und rigoros den Weg geht, der darin konsistent abgebildet werden kann braucht keine Angela, keinen Trump, keinen Junker und keinen sonstigen (Selbst)Darsteller, der einem sagt was richtig und falsch, was gut und schlecht ist.