Hallo Steemit-Freund!
Schön, daß du wieder dabei bist! Hast du erste Erfahrungen mit dem AE gemacht? Wie ist es mit deiner Konzentration gewesen? Hast du den vorherigen Artikel verpaßt? Hier der Link.
Heute machen wir weiter und wollen der Frage nachgehen, welche unterschiedlichen Darreichungen von Tönen es gibt. Ganz lange bekannt sind die "Binauralen Töne". Dann gibt es noch "Isochrone Töne" und "Clicks". Letztere scheiden aus, da sie niemand mag. Schauen wir uns die verbleibenden beiden näher an:
Binaurale Töne geben dem einen Ohr eine andere Tonhöhe ab als dem anderen. Aus dieser Differenz macht das Gehirn dann "seine neue Schwingung". Das Bild zeigt es deutlich: 431 Hz auf der einen und 436 Hz auf der anderen Ohr-Seite erzeugen im Gehirn 5 Hz — einen Theta-Zustand. Es wird dabei auch klar — hier brauche ich unbedingt Kopfhörer, sonst kann es nicht funktionieren.
Seit 1839 gibt es diese Methode und sie wird auch heute noch benutzt. Allerdings reagiert das Gehirn auf diese unveränderlichen, gleichförmigen Töne höchstens mit Entspannung. Das Gehirn liebt eben die Abwechslung, bei Monotonie schläft es ein. Mehr kann man damit also nicht erreichen. EEG-Studien zeigen, daß man kein Entrainment — eine dauerhafte Veränderung — bewirken kann.
Deshalb: ich nutze Binaurale Töne nicht. Du findest daher hier nur Beispiele mit Isochronen Tönen.
Isochrone Töne zeichnen sich dadurch aus, daß sie über die Pulsationen ihre Wirkung erzeugen. Die Frequenz der Pulse ist entscheidend, die Tonhöhe ist dabei egal. Die Abbildung zeigt die Wirkungsweise. Hier benötige ich keine Kopfhörer — ist klar.
Erst, wenn ich mit Isochronen Tönen das Gehirn seitengetrennt ansteuere, um beispielsweise bei Depressionen die rechte Hirnhälfte mehr zu steigern und die linke zu dämpfen, benötige ich Kopfhörer. Auch dazu habe ich eine Abbildung.
Soweit verständlich? Warum wirken die Isochronen Töne nun so gut? Sie überwinden mit Hilfe ihrer schnellen Impulswechsel die Kontrolle durch den Thalamus und gelangen für ein Entrainment in höhere Hirnregionen. Sie bieten also dem Gehirn die dazu notwendige Abwechslung.
Ein Beispiel gefällig? Heute vielleicht ein EnergyBooster? Bitte! Es dauert 1 Stunde, dann seid ihr wieder frisch!
Noch Fragen? Vielleicht findet ihr die Antwort in meiner ausführlichen, mehrteiligen Serie zum Auditory Entrainment.
Viel Vergnügen und viel Energie! Bis zum nächsten Mal!