Dieser Artikel ist ein Auftakt von mehreren, welche ich dem Thema der Digitalen Revolution widmen möchte. Es stehen gewaltige Umbrüche vor der Haustür und ich sehe mich zu einem gewissen Masse dazu verpflichtet Informations -und Meinungsarbeit zu leisten.
Die Universität von Oxford hat in einer Studie über die Zukunft der Arbeit herausgefunden, dass bis in 25 Jahren wohlmöglich die Hälfte der amerikanischen Arbeitsplätze verloren gehen werden. Meiner Meinung lassen sich diese Ergebnisse problemlos auch auf europäische Umstände übertragen. Wer dazu gerne Detailinformationen haben möchte, der kann sie hier finden: https://medium.com/oxford-university/the-future-of-work-cf8a33b47285
Vorzeichen gibt es jetzt schon. Kassierer im Supermarkt werden zunehmend von Self-Service-Automaten ersetzt. Autonomes Autofahren ist schwer im Trend und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie unseren Verkehrsalltag für immer umkrempeln werden. Und das ist erst die Spitze des Eisbergs!
Ein Tsunami gewinnt an Momentum
Ich reden von der digitalen Revolution. Für mich wirkt sie wie eine Welle weit draussen im Ozean. Eine, die gerade dabei ist Momentum zu gewinnen, um schlussendlich als gewaltiger Tsunami auf das Festland zu treffen.
Robotik und Künstliche Intelligenz werden unsere Welt verändern. Und zwar in einem Ausmass, das zum jetzigen Zeitpunkt noch überhaupt nicht absehbar ist.
Der Witz an der ganzen Sache ist, dass dieser Umstand noch nicht im Mainstream angekommen ist. Sprich: Wir sind dabei diese Entwicklung gänzlich zu verschlafen. Wenn wir die Augen nicht aufmachen und begreifen, was hier gerade abläuft, kann das katastrophale Folgen für unsere Gesellschaft haben.
Richard David Precht spricht von Zuständen, welche sich mit jenen der ersten industriellen Revolution vergleichen lassen. Die Gesellschaft und die Regierung war dem damaligen Zeitgeist überhaupt nicht gewachsen. Unter Anderem führte dies zu prekären Arbeits -und Wohnverhältnissen und einem völlig unzureichenden Sozial-Staat. So fehlte es beispielsweise an Krankenkassen und Versicherungen.
Apropos Richard David Precht: Er hat bezüglich der digitalen Revolution eine Menge zu sagen:
Droht uns nun das selbe?
Nicht unbedingt. Denn die Vorzeichen stehen anders als damals. Anders als damals werden keine neuen Märkte erschlossen, sondern lediglich bereits bestehende Märkte optimiert und zwar mithilfe der Robotik und der Künstlichen Intelligenz. Es ist durchaus denkbar, dass Blockchains dabei ein grosses Wörtchen mitzureden haben…
Das bedeutet, dass viele Jobs einfach aus dem Grund nicht mehr von Menschen ausgeführt werden müssen, weil sie durch Roboter locker automatisiert werden können.
Hier könnt ihr eine Chart sehen, in der abgebildet wird, welche Jobs am ehesten bedroht sind:
Macht es dann überhaupt noch Sinn, dass wir diese Arbeiten immer noch ausüben?
Maschinen können keine Menschen sein!
Der technologische Fortschritt ist uns in vielen Bereichen jetzt schon überlegen. Schachgrossmeister und seit neustem auch die besten Go-Spieler der Welt haben keine Chance mehr gegen KI wie zum Beispiel IBM Watson:
https://qz.com/603313/googles-ai-just-cracked-the-game-that-supposedly-no-computer-could-beat/
Doch eins können Roboter und künstliche Intelligenz mit Bestimmtheit nicht: Mensch sein. Auch wenn wir irgendwann mal fähig sein sollten, das menschliche Gehirn identisch nachzubauen. Einen Menschen, mit menschlichen Gefühlen, mit menschlicher Kreativität und einem menschlichen Gerechtigkeitssinn, halte ich auf diesem Wege für nicht gänzlich reproduzierbar. Die Summe der Einzelteile ergeben noch lange nicht ein Ganzes... :PP
Grundlage zu dieser Argumentation bietet das Gedankenexperiment, welches als "Marry’s Room" weltberühmt geworden ist:
Ich kann gut nachvollziehen, dass bei solchen Zukunftsaussichten nicht unbedingt Glücksgefühle wach werden! Wenn ich zum Beispiel an futuristische Roboter-Dystopien aus Film und Fernsehen denke, wird mir selber klamm dabei. Doch so muss es nicht kommen. Ich glaube, dass wir unsere Zukunft aktiv mitgestalten können und zu einer utopischeren Zukunftvision beitragen können
Schlussendlich müssen wir darüber reden, in welcher Zukunft wir leben wollen und nicht in welcher Zukunft wir leben werden! Wir können mit unserer Mitsprache unseren Ideen und Projekten dazu beitragen eine Welt zu erschaffen, die auch wirklich lebenswert ist. Wir stehen noch am Anfang und es ist noch ein weiter Weg zu gehen. Doch es wird ein abenteuerlicher Weg und niemand weiss, wohin er uns führen wird.
In welcher Zukunft willst du leben? Let's talk about it! :))
Übrigens läuft mein Schreibwettbewerb noch bis morgen um 18:30 Uhr!
Bis jetzt haben sich noch nicht so viele daran beteiligt, die Chance zu gewinnen ist also sehr hoch :)