Angeregt und nominiert durch , bringe ich jetzt mal meine Gedanken dazu auf den Bildschirm. Natürlich hat der Paul recht, wenn er sagt, es geht viel Potential verloren wenn wir Steemians mal ein paar Tage Auszeit nehmen. Man gerät ja auch schnell in Vergessenheit, vorallem wenn man nicht immer wieder super guten Content liefert.
Ich lade den Leser jetzt ein, einer Gedanken-Kette zu folgen, die ihn zum Ursprung führt. Dieser Ursprung ist es, der die wahre Antwort auf Pauls indirekte Frage "Schreiben oder nicht schreiben? Ist regelmäßig wirklich besser?" schon beinhaltet. Zumindest aus meinem Blickwinkel. Was der einzelne damit anfängt, bleibt jedem selbst überlassen. ;)
Quelle: pixabay
Bleib in erinnerung!
Man muss also irgendwie erreichen, in Erinnerung zu bleiben, so dass die Leser sich auch mal denken "Mal schauen ob der Horst heute wieder was interessantes geschrieben hat". So kommen sie auch mal von sich aus zu mir. Ohne dass sie die "Trends" oder ihren Feed als Navi brauchen das sie zu mir leitet. Regelmäßiges Schreiben ist da natürlich ein gutes Werkzeug. Wenn man aber nicht weiß was man schreiben soll und es nur wegen dem Geld macht, dann hat man auch nichts zu schreiben. Ein paar Tage Pause und die kreativen Säfte fließen wieder. Man kann natürlich versuchen in einem Klickerkreisel Votes abzugreifen, aber irgendwie ist das ja wie Cheaten...
Wenn uns jemand folgt, kann es ja auch sein dass er noch vielen anderen folgt. Unser Inhalt wird also nicht unbedingt in seinem Feed sichtbar sein. Dann muss der Inhalt so gut sein dass ich in Erinnerung bleibe. Aber darum geht es nicht. Das ist es zwar, was wir alle gern erreichen wollen. Die Frage die dahinter steht, ist aber eine völlig andere. Nicht diese Frage hier, welche die nächste in unserer logischen Kette ist:
Aber was ist denn jetzt guter Inhalt?
Man könnte jetzt den Schleier der Magie lüften indem man sich Statistiken über Blogs und deren Erfolg ansieht, indem man analysiert was am besten ankommt, welche Überschrift die Leute nahezu zwingt auf sie zu klicken. Das ist aber nicht mein Weg. Natürlich habe ich am Anfang auch experimentiert um zu sehen was ankommt und was nicht. Aber dabei habe ich immer meine Emotionen und meinen eigenen Drive mitgenommen. Ich hab einfach gemacht worauf ich Lust hatte! Meine Antwort zu der Frage über guten Inhalt lautet also:
Guter Inhalt ist meiner Meinung nach der Inhalt der den Schreiber am meisten begeistert, fasziniert und daher natürlich auch interessiert. Dinge die den Schreiber bewegen, die ihm wichtig sind und über die er aktuell nachdenkt. Denn wer sich intensiv mit etwas befasst, hat bestimmt auch etwas darüber zu sagen. Egal welches Thema, irgendwo gibt es Menschen die es vielleicht interessiert.
Wir sollten uns also nicht fragen was am besten ankommt, oder wieviel Potential man druch das nicht schreiben verschwendet, sondern: "Was interessiert mich als Schreiber?" (Dazu kommt später noch eine viel wichtigere Frage!)
Und wenn es tatsächlich Katzenfotos sind, reicht es nicht sie hochzuladen und auf Upvotes zu warten. Wir müssen dem Leser unsere Gedanken dazu mitgeben:
"Diese großen Augen und das putzige flauschige Fell! Ich liebe dieses Bild! <3
Ist euch dieses und jenes aufgefallen? Das finde ich so cool! Blablabla... (was man eben so denkt)."
Ein Foto kann ein Upvote wert sein. Ein Text kann aber auch Zustimmung und einen Kommentar wert sein. Und es ist mehr als nur das. Es geht nicht darum Kommentare einzufangen. Es geht darum, dass sich der Leser mit dem Schreiber identifizieren kann. Dass er merkt "Boah cool! Der Tickt ja genauso wie ich!"
Man wird neugierig, liest mehr, schaut auch mal weiter runter in dem Blog des Schreibers. Und so baut man, denke ich zumindest, eine Stammleserschaft auf die Sympathien hegt und Kontakt pflegt. Natürlich dauert das länger, aber es ist auch nachhaltiger weil diese Leute dann richtig zu einem stehen. Es bilden sich unter anderem auch Freundschaften. Klar denkt man sich als Steemian "Die Kohle nehm ich gerne mit, ich kann sie gut gebrauchen."
Wenns ums Geld geht
Wer aber nur wegen der Kohle hier ist, wird es verdammt schwer haben! Die Leute merken das früher oder später. Das trifft vielleicht nicht auf jeden zu, weil manche ja ziemlich gute "Masken" aufsetzen können, aber ich denke ihr versteht mich...
Wer kein Profi-Blogger ist, wird sich früher oder später fragen ab wann es Zeit ist aufzugeben. Wenn man kein Geld verdient wird diese Frage eher früher kommen weil das Geld ja in dem Fall die einzige Motivation ist:
"Wieder nur 5 cent verdient. :("
Quelle: pixabay
Genau mein Ding!
Wenn es aber mein Thema ist das mich so interessiert, warum sollte ich dann aufhören? Es stört mich nicht, wenige Leser zu haben oder wenig zu verdienen. Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar und über die wunderbaren Diskussionen die daraus entstehen. :)
hat dazu einen sehr guten Beitrag geschrieben den ich auch Resteemd hab. Es geht dabei um den Ursprung der Motivation. Kommt sie von innen oder von außen? Brenne ich für das Thema oder ist es nur das Geld, das Ansehen oder die Follower die ich will? Mache ich es für mich oder für die anderen? Oder vielleicht sogar für uns alle? Bei Gerry findet man übrigens auch gute Beiträge zum Thema Community / Fanbase aufbauen. Man kann damit rechnen dass bei ihm noch einiges an wertvollem Content zu entdecken ist!
Schreiben oder nicht schreiben?
Wenn es mir ums Geld gehen würde, dann würde ich jeden Tag mindestens einen Post rausballern und ihn so massentauglich wie möglich machen. Und wenn es nur ein Katzenfoto ist das mir selbst völlig egal ist. Ich bekomme vielleicht meine Votes von den Leuten die meinen sie müssen sich bei mir einschleimen damit der Klickerkreisel weiter läuft und man hoffentlich auch mal zurück klickt. Aber natürlich muss man (damit das funktioniert) auch ordentlich netzwerken und seinen eigenen Klickerkreisel etablieren oder die vorhandenen gut nutzen können.
Alles nicht mein Ding. Ich bin zwar hin und wieder mal im DACH Discord, das ist aber auch kein richtiger Klickerkreisel hab ich den Eindruck. Gut, vielleicht bilden sich da auch gewisse Cliquen aber was solls. Lass sie machen wenn sie meinen.
Ich denke mir, wenn man in einem klassischen Jerk-Circle ist, wird die (echte) Meinung dieser Leute über ihre gleichgesinnten Kollegen dadurch sicher nicht gut ausfallen. Es wird sich eine emotionale Kraft aufbauen, die sich irgendwann ihren Weg nach draussen bahnt. Die Resultate kann man sich jetzt schon ausmalen. Game of Thrones im Kindergartenformat...
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!
Ich bin zwar nicht gläubig, aber überall steckt ein Funke Wahrheit...
Meine Antwort auf Pauls Post ist also: Lieber nicht schreiben als nur zu schreiben um des schreibens willen. Lieber bunte, leckere Früchte die sorgsam handgepflückt und ausgewählt wurden als industrieller Matsch den man in den Contentmixer ballert und als Supersmoothie verkauft.
Quelle: pixabay
Natürlich geht gewissermaßen Potential flöten wenn man mal ein paar Tage oder sogar Wochen nichts von sich hören lässt. Aber wenn das Geld nicht an vorderste Stelle steht, kann und sollte sich das jeder auch mal leisten können! Wir sind ja keine Maschinen und Steemen soll Spaß machen. Wer sich da zu sehr reinsteigert und Druck aufbaut, macht es sich nur noch schwerer.
Natürlich gibt es da bestimmt auch andere Leute, die ihre Routine wollen und brauchen. Jeder wie er will. :)
Steemit belohnt guten Content und deshalb sollte man auch nur guten Content liefern. Jeder lieblose Post, ist ein Post der uns allen schadet! Vorallem wenn ein Klickerkreisel diesen Post belohnt!
Steemit hat den Anspruch besser zu sein als andere Plattformen
An jedem einzelnen von uns liegt es, dass Steemit diesem Anspruch auch gerecht wird! WIR sind es, die Steemit zu dem machen was es ist. Mit uns wird Steemit zur Goldgrube (für den Leser, ja sogar für alle!) oder zum Drecksloch in dem Sklavenarbeit und der Klickerkreisel mit langweiligem Inhalt herrscht. Ich denke die Motivation durch Coins ist da wie ein zweischneidiges Schwert. Einerseits eine gute Idee, andererseits kann man es missbrauchen.
Natürlich baut man sich seinen Kreis auf mit dem man engeren Kontakt pflegt. Aber auch hier ist der Gedanke hinter dem Gedanken entscheidend. Ob ich auf einem guten Fundament baue, oder mein Haus auf Sand stelle. Gerade deshalb werde ich nicht alles voten was aus diesem eigenen Kreis kommt, auch wenn ich die Leute darin wirklich mag. Wer alles mögliche aus seinem Kreis voted oder seine Votes immer dem "Rudelführer" gibt, hat das Prinzip von Steemit missverstanden und schadet sich und allen damit! Noch merkt man das vielleicht nicht.
Wenn wir den guten Beiträgen die Rewards aus dem Pool klauen weil wir meinen wir können es einfach, wird Steemit früher oder später genauso ein asoziales Netzwerk wie viele andere. Das wird in diesem Fall jedoch weit schlimmere Folgen haben als bei Facebook und co. Denn hier geht es (auch) um Bares und man weiß was Leute dafür bereit sind zu tun! Je mehr Leute ein schlechtes Vorbild geben, umso mehr Leute werden es nachahmen. Sobald die kritische Masse für mich erreicht ist, bin ich weg. Das verspreche ich euch, aber auch und vorallem mir selbst!
Noch hält sich Steemit ganz gut, aber wehret den Anfängen ist auch jedem ein Begriff. Das hoffe ich zumindest!
Bei Steemit steht (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach) nicht das Geld, sondern der soziale und demokratische Aspekt im Vordergrund. Das vergessen wir gern mal wenn wir Beiträge sehen die 500€ wert sind und durch Bots oder Klickerkreisel "gesponsort" wurden. Je mehr Leute das Konzept von Steemit missverstehen, umso wertloser wird Steemit und irgendwann verlassen die ersten Ratten das sinkende Schiff.
Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, sondern nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Qualität von Steemit an unseren eigenen Aktionen gemessen wird. Das finde ich super aber wir müssen uns dessen auch bewusst sein! :)
Hebt euch eure Votes für den richtig guten Content auf und hebt euch eure Energie für die richtig guten Beiträge auf! Dinge die euch bewegen, die euer Hirn und euer Herz berühren! Denn diese Leute haben es verdient! Das ist meiner Meinung nach weit wichtiger als regelmäßig zu posten oder irgend einen Kreis zu bedienen in der Hoffnung man bekommt mal was zurück.
Natürlich kann und sollte man auch seine Freunde auf Steemit unterstützen. Und auch ein Vote ist eine schöne kleine Motivation. Aber insgesamt und auf dauer ist es besser mit hilfreichen Informationen als mit Votes zu unterstützen. Helft den Leuten lieber sich selbst zu helfen und macht sie nicht von euch und euren Votes (oder irgend einem Supporter Kreis) abhängig! (Ich denke da auch daran, dass ein Kommentar mit konstruktive Kritik z.B. manchmal vielleicht eher angebracht ist, als sich bei jemandem nur einzuschleimen um auf Back-Votes zu hoffen.)
Es ist immer wieder der Gedanke hinter dem Gedanken, der den wichtigsten Grundstein legt. Erst wenn man seinen wahren Beweggrund kennt, ihn bis zum Ursprung zurück verfolgt hat, weiß man um die wahre Bedeutung der Dinge. Pauls Frage führt uns also, wenn wir uns die Zeit zum nachdenken nehmen, zurück bis zu der Frage "Wie bleibt die Qualität von Steemit erhalten und was haben wir damit zu tun?"
Mein Fazit:
Die Qualität von Steemit liegt nur an uns und unserer ursprünglichen Motivation. Wenn wir gutes tun, werden wir gutes erfahren. Wenn wir nur Coins bzw. Geld wollen, werden wir es vielleicht bekommen. Aber ob Steemit dann auf Dauer noch so weiter funktioniert wenn jeder nur nach den Coins giert, kann bezweifelt werden. Denn wenn alle es nur deswegen machen, tun sie nahezu alles dafür. Dazu gehört auch das passive zerstören ihrer eigenen Einnahmequelle. Denn wenn die Nutzer gehen weil es durchschnittlich wird, geht auch das Geld.
Meine Frage an die alten Hasen: Habe ich das Prinzip von Steemit richtig verstanden oder seht ihr das anders?
Hier gehts zum Ursprung und Zündfunken dieses Beitrags. Mein Dank dafür geht an Paul:
https://steemit.com/deutsch/@powerpaul/warum-du-regelmaessig-etwas-auf-steemit-posten-solltest-hier-eine-moegliche-antwort-or-challenge
Und hiermit nominiere ich ,
und
, sofern sie denn wollen, ihre Gedanken zu diesem Thema mit uns zu teilen. :)
Der Baron fällt momentan wegen einer OP leider aus. Ich wünsche ihm nochmals gute Besserung. Wenn sein Beitrag dazu nach 7 Tagen kommen sollte, werde ich ihn in den Kommentaren verlinken.
Markus hat auch eine interessante Perspektive zu dem Thema:
Schreiben oder nicht schreiben? Das ist hier die Frage! | Adäquate Kritik
Und hat entweder viel zu tun, oder vielleicht das Thema schon mal behandelt. Über ein kurzes Feedback von ihm würde ich mich trotzdem freuen. Er muss ja nicht alles lesen. Ich weiß, ich schreib immer so viel.
Also wenn du nicht magst, sag bitte einfach bescheid, denn ich wüsste noch jemanden den ich gerne nominieren würde. Danke.^^
Und eins noch: Paul hat recht. Rettet den Regenwald!
Wir könnten das doch bestimmt irgendwie mit den Einnahmen aus den Beiträgen dieser Challenge unterstützen. Nur ist da natürlich die Frage, welcher Verein da wirklich vertrauenswürdig ist? Damit kenne ich mich leider nicht gut aus.
Eine weitere Möglichkeit den Regenwald zu erhalten ist es, diese Suchmaschine zu verwenden: https://www.ecosia.org/
P.s: Der Beitrag wird von mir noch weiter bearbeitet und hübscher gestaltet. Hatte es am Ende ein bisschen eilig. ;)