Schon längst wollte ich wieder schreiben, doch Wollen und Tun sind zwei grundverschiedene Dinge. Die letzte Woche war wieder... wie soll ich sagen... ZACK... vorbei. Wir hatten zwei besonders schöne Tage diese Woche, am Montag Oma-Opa-Tag im Kindergarten und am Donnerstag waren die Zwillinge zu Besuch. Dazwischen arbeiten, muss ja auch sein....
Und heute? Heute hatte ich meinen FREIEN Tag. Jawoll, Sonntag!
Ein freier Tag läuft bei mir oft so:
Am Tag davor freue mich mich auf Nichtstun.
Und ganz sicher auch einen Artikel auf Steemit veröffentlichen.
Und lesen.
Und Voten.
Sonst den Sonntag genießen.
Es soll schönes Wetter werden.
Das trifft sich gut, denn ich muss dringend Wäsche waschen.
Am Abend davor räume ich noch die Wäsche in die Maschine und programmiere auf "fertig in 9 Stunden".
Am Morgen meines freien Tages wache ich (ohne Wecker!) auf.
Ich ziehe als erstes die Betten ab, das will ich schon seit 2 Wochen machen.
Anschließend gehe in den Keller, räume die erste Waschladung aus der Maschine und schalte die 2. mit der Bettwäsche an.
Dann gehe ich mit dem Hund eine Runde und hänge anschließend die 1. Wäsche auf.
Jetzt in Ruhe frühstücken!
Danach werde ich auf Steemit schreiben.
Aber erstmal die Blumen im Haus gießen, bevor sie komplett verdursten.
Dann beziehe ich die Betten neu und wo ich schon mal dabei bin, nehme ich den Staubsauger zur Hand und sauge das Schlafzimmer durch.
Die Waschmaschine piept, das heißt, die 2. Wäsche ist fertig.
Raus in den Garten, Wäsche aufhängen.
Ach du meine Güte, der Salat im Frühbeet und die Zucchinipflanzen müssen dringend gegossen werden!
Dabei fällt mir ein, dass auf dem Küchentisch noch Saatgut von einer Bekannten liegt, Rote Beete, eine alte Sorte, die bringe ich dann auch gleich noch in die Erde.
Als ich die Körnchen in die Erde stecke, sehe ich den Rhabarber.
DER ist aber gewachsen!
Oh ja, da ernte ich gleich ein paar Stängel, das neue Rezept für die Rhabarbertorte wollte ich doch sowieso ausprobieren. Und vom Rest mache ich dann noch Kompott.
Danach schreibe ich aber!
Am Nachmittag habe ich mich dann tatsächlich das erste Mal hingesetzt und auf der Terrasse in Ruhe eine Tasse Kaffee und die Rhabarbertorte - die übrigens sehr lecker war - genossen.
Danach noch Wäsche abgenommen, zusammengelegt, den Geschirrspüler ausgeräumt und frische Blumen ins Haus geholt.
Kommt euch das bekannt vor?
Oder schafft ihr es, euren "freien Tag" zu genießen und wirklich mal nichts zu tun?
Nur, wann würde ich dann diese Dinge tun, wenn ich sie nicht an meinem freien Tag tue?
An guten freien Tagen, lege ich mich zwischendurch auch mal eine Stunde in die Hängematte und tue wirklich mal kurz nichts. An anderen freien Tagen mahne ich mich echt selber, es jetzt mal gut sein und es nicht in Hektik ausarten zu lassen.
Heute habe ich es wie gesagt, am späten Nachmittag geschafft, die Reißleine zu ziehen und den Abend zu genießen.
Nachdem mein lieber Mann von der abendlichen Gaseirunde mit unserer Khira zurückkam, hat er das Grill angeheizt und wir haben fürstlich gespeist.
Es gab Rindslende und Spargel vom Grill mit Salat und Granatapfelkernen. Ein vorzügliches Mahl!
Kürzlich hatte ich gelesen, dass gegrillter Spargel sehr lecker sein soll. Bisher habe ich weißen Spargel immer gedünstet und grünen gebraten, aber noch nie gegrillt. Heute wurde er etwas vorgedünstet und kam dann auf den Grill, was sehr lecker war!
Dazu gab es ein Schlückchen von einem guten Rotwein.
Wie war euer Sonntag?
Erzählt mir mal in den Kommentaren.
Wünsche euch noch einen schönen Abend meine Lieben.
text & fotos sabine-reichert