Das was heute mit den Kryptos passiert ist, war eigentlich abzusehen, dass es so heftig kommt, wie heute geschehen, damit habe ich jedoch nicht gerechnet. In der Spitze gaben diese 3 Coins mit der größten Kapitalisierung bis zu 50% im Preis nach, auch BitcoinCash kam böse unter die Räder . Es ging von der Spitze bei knapp 4300 US $ innerhalb von 2 Tagen auf knapp unter 1800$ herunter.
Aber auch das "Luft ablassen" bei BitCoin von knapp 20.000$ auf heute 11.600$ entspricht mal fast einer Kurshalbierung, das "Luft-Ablassen" zog sich hier jedoch über 4 Tage hin. Etherium hielt sich dagegen ein bisschen besser.
Im Grunde war dieses Ping-Pong-Spiel, bzw. Pump & Dump durch die Futures vorauszusehen, das Imperium gibt sich noch lange nicht geschlagen. Jetzt müssten die Kurse eigentlich bis auf´s Gröbste bereinigt sein... es bleibt weiterhin spannend.
Frohe Weihnachten fällt für die, die ihre Gewinne nicht realisiert haben, wohl wegen Ärgern aus, denn entgangene Gewinnrealisierungen schmerzen in der Regel doppelt ;-)
Die alte Börsenregel "What goes up, must come down" hat sich mal wieder bewahrheitet :-P Aber kein Grund zur Verzweiflung, sie werden auch wieder steigen...
p.s. hier mal ein interessanter Nachtrag, ein Leserbrief von jemandem, der etwas tiefer in der Materie drinsteckt :
"Apropos Verstehen: Ich hatte in den letzten Wochen, ganz besonders auch wegen der Bekanntschaft mit einigen Persönlichkeiten aus der deutschen Hayek Gesellschaft die erstaunliche Entdeckung gemacht, dass nur Menschen, die Geld und seine Funktion ganz verstanden haben auch in der Lage sind den Bitcoin und dann die Blockchain zu begreifen. Es nützt überhaupt nichts, darüber zu schimpfen, Bitcoin als "Nichts" zu bezeichnen wie es der eine oder andere gerne macht und sich im allgemeinen stets über die vermeintliche Dummheit der Leute aufzuregen, die Kryptowährungen kaufen. Wenn ich gemein wäre würde ich fragen: Wieso kauft ihr Gold? Als Vermögensschutz. Gut, wieviel Gold würdet ihr gerne kaufen? Vermutlich soviel wie man sich ohne Einbussen bei der Lebensqualität leisten kann. Alles Andere wäre unvernünftig. Viele Leute aus meiner näheren Umgebung – ich selbst natürlich auch – haben unlängst unanständig hohe Beträge aus Krypto abgezogen und in Gold investiert. Diversifizieren war noch nie eine schlechte Idee. War es also eine schlechte Idee, Bitcoin zu kaufen als es günstig war und man sich die Investition ohne Einbussen der Lebensqualität leisten konnte und später mit kräftigem Gewinn wieder zu verkaufen? Sich über den Bitcoin aufzuregen hat viel Ähnlichkeit mit der Parabel vom Fuchs und den Trauben. Jedenfalls ist die Geschichte ohnehin durch. Der Bitcoin hat seine wesentliche Story geschrieben. Was jetzt kommt ist ein wilder Ritt, der in steter Regelmässigkeit dieselben widersprüchlichen Nachrichten und Jubel und Kackmeldungen bringt. Wen Preise wie 20k emotional aufwühlen, der soll sich mal zurücklehnen und die nächsten 12 Monate beobachten. Viel zuviel Geld ist in einem viel zu engen System gefangen. Bitcoin betätigt sich gerade als der dankbare Gully, in den all dieses eigentlich wertlose Geld hineingespült wird. Bitcoin und viele weitere Kryptowährungen. Ich beobachte die Marktkapitalisierung nicht mehr aktiv, weil es keine Rolle spielt. Und darum geht es auch nicht.
Was einen wieder zu Kryptowährungen bringt. Das grösste Problem ist, dass die meisten nicht verstehen, wie sie funktionieren. Nicht verstehen wollen, und daher immer nur zum Zusehen verdammt sind. Kryptowährungen sind schnell, liquide, mobil. Krypto-Tokens (gleiche Technologie, andere Funktionsweise) sind sogar mit echten Werten hinterlegt. Das kann Gold sein, Kupfer, Holz, völlig egal. Es hat einen Gebrauchswert und darauf kommt es an.
Es wird zuviel über Bitcoin geschrieben und geredet, und das Wesentliche wird übersehen. Hin und wieder flackern Berichte von anderen Technologien auf, werden dann aber wieder von Bitcoin Jubel- oder Horromeldungen platt gemacht. Ihr müsst – sorry wenn ich das so direkt sage – mal für einen Moment den ganzen Salat mit Börsenkursen, Spekulation und persönlichem Unbehagen ausser Acht lassen und die Blockchain als das Tool verstehen, das es ist. Ein Werkzeug um zwischen zwei Parteien ohne Vermittlung durch einen Dritten Informationen zu verschieben. Das ist es, was die Herren des Geldes zwischen 2012 und 2015 so wahnsinnig gemacht hat und überall auf der Welt dafür gesorgt hat, dass man über ein Verbot nachdachte. Man scheint sich jetzt aber zum alten Prinzip zu bekennen: Wenn du einen Feind nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihm. Darum handelt man Bitcoin nun an Börsen, als Futures und andere Schweinereien, an denen wieder nur die eh schon Reichen verdienen werden. Und darum machen auch die Bitcoin Meldungen alles Andere platt. Denn unter den Bitcoin Meldungen (z.b. auf coindesk.com) verbergen sich Berichte über die wahren Neuerungen. Die Dinge, die unsere Herrscher wirklich unruhig schlafen lassen. Manches davon bereits in Vorbereitung darauf "quantum safe" zu sein, d.h. unempfindlich gegen die Rechenleistung eines Quantencomputers. ICO's, Bitcoin Rekorde oder Monster Abstürze, das sind die Krypto Nebelkerzen. Die Kerkermeister lernen schnell. Darf ich mir erlauben, die "nichts" Sager fortan als Krypto Schafe zu bezeichnen? ;-) Ihr beständiges Blöken gegen Bitcoin ist genau der Lärm, den es braucht, um von der wahren Bedrohung abzulenken. Der Einsatz von Blockchain Technologie in allen Bereichen des Lebens, denen, wo manche ein Monopol zu haben wähnen. Abstimmungen, persönlicher Schutz, Vermögenssicherung, Supply-Chain-Management. Bezahl-funktion in allem inkludiert, denn in allem genannten steckt wiederum ein tauschbarer Wert. Wie gesagt: man muss Geld verstanden haben, dann versteht man die Blockchain, dann versteht man Bitcoin. Den einzigen Not-Aus Schalter, den die Grossen in Politik und Wirtschaft ersonnen haben ist die Kontrolle über das Netz. (Stichwort: Netzneutralität. In den USA fängts an. Ich habe noch nicht recherchiert, wie es in Europa aussieht. Denke aber ähnlich). Das ist auf der einen Seite bedrohlich, denn es ist eine reale Bedrohung. Auf der anderen Seite irgendwie lustig. Mehr hat's nicht? Das Netz kontrollieren und Transaktionen bei Bedarf filtern oder verlangsamen? Das ist vorhersehbar, brachial, und eigentlich armselig. Es offenbart wo die wahren Schwachpunkte liegen. Wer das Netz kontrolliert, und im Moment sind das eine Handvoll grosser Konzerne, der kann auch Content filtern und im schlimmsten Fall ein Netzwerk wie jenes das eine Blockchain überhaupt erst ermöglicht abwürgen. Ich hielt das einige Jahre lang nicht für möglich, aber nun schon. Das ist die Crux, das ist das wirklich gefährliche, und das einzige, was die grossen Bosse unserer Gesellschaft überhaupt gegen Kryptotechnologie mittelfristig tun können. Langfristig wird's auch dafür eine Lösung geben. Es liegen ungezählte Millionen von netzwerkfähigen Komponenten rum, die man im Bedarfsfall zu einem WAN zusammenschliessen könnte. Entsprechende Technologien werden erforscht. "