Was macht man, wenn man einen Berg vor der Haustür und etwas Zeit hat? Man beginnt damit diesen Berg zu besteigen.
Nach verlassen des Dorfes und den ersten paar hundert Metern kam der erste Fluss. Ein kleiner Bach der am Berghang entlang zum Hauptfluss durchs Tal läuft. In solchen ruhigen Zeiten mag er ganz friedlich aussehen, aber es gab die letzten Jahrzehnte mehr als ein Unwetter das ihn über die Ufer treten lies. Durch die Hanglage des Dorfes war es in der Vergangenheit nie ein Problem, das Wasser ist einfach vorbeigeflossen aber in den letzten Jahren ist der Bedarf an Gründstücken - reichen Münchnern sei dank - gewachsen und am Fuß des Hanges, auf welchem das Dorf liegt wurden Wohnhäuser gebaut.
Skitourismus ist in dieser Region der Alpen bis heute ein großes Thema, nur für uns im Dorf lohnt es sich nicht mehr. Bis vor etwa zehn Jahren fuhr zwar noch ein Skilift auf den Berg und eine Piste wurde präperiert, aber mit den großen Skigebieten in Österreich konnte man nicht mithalten und so wurde der Betrieb eingestellt. Heute zeugt nur noch die Piste davon, welche inzwischen als Kuhweide dient.
Die alte Seilbahn, ich glaube sie verdient einen eigenen Beitrag.
Mit den Höhenmeter nimmt auch die Entfernung zum kleinen Bach vom Anfang ab, wobei es hier mehr als einen Bach gibt.
Die Hälfte des Weges ist geschafft, langsam merkt man, dass man inzwischen 600 Meter über dem Dorf ist.
Ein letztes Bild vom Rand der Baumgrenze aus, ab hier gibt es leider keine weiteren Bilder vom Weg zum Gipfel mehr, da ich relativ bald umkehren musste. Das Wetter um den Gipfel herum lies keine Besteigung zu, ich werde es heute im Lauf des Tages noch einmal versuchen, mit Glück gelingt die Besteigung beim zweiten Anlauf.
Beim Weg zurück ins Tal stachen einige Veränderungen am gegenüberliegenden Hang auf, Erdrutsche. Leider nehmen die Wetterextreme immer mehr zu, durch die Trockenheit verliert das Erdreich an Halt und sobald starke Regenfälle hinzukommen rutscht es ab. Zum Glück ist das Dorf nicht bedroht aber wer weiß wie es in einigen Jahren aussieht.
Den letzten Kilometer ins Dorf kann man auf zwei Wege gehen, entweder über den Forstweg oder durch den Fluss bis zu einem Wasserfall.