Ich habe jetzt bald 10 Jahre mit Kryptos zu tun, hätte mir jemand 2009/2010 als ich in zum erstenmal von Bitcoin und dem Whitepaper von Satoshi gehört habe, jemand gesagt das der Bitcoin irgendwann bei fast 20.000 Dollar steht und die Masse von einer Krise redet, wenn er bei unter 4000 Dollar steht, hätte ich ihn für verrückt erklärt.
Aller Anfang
Ende 2009, Anfang 2010 stieß ich auf einen Blogbeitrag über den Bitcoin, in dem er als Ausweg aus der Finanzkrise und drohenden Eurokrise beschrieben wurde, ein dezentrales System, in dem niemand einfach so Geld drucken kann. Die Idee war nicht schlecht, also forschte ich weiter und fand die erste Miningsoftware die ich bekommen konnte. Damals waren noch keine großen Rechenfarmen im Netz aktiv, weswegen ein kleiner, in die Jahre gekommener Pc reichte um alle paar Tage einen Block zu bekommen. Mit den Monaten kam so eine schöne Summe zusammen. Etwa im April oder Mai entbrannte in einigen Foren die Diskussion, wie viel ein Bitcoin eigentlich Wert wäre, man kam irgendwann zu dem Entschluss das ein Bitcoin etwa 5 Cent an Energiekosten verursachte. Mt. Gox begann zwar zu dieser Zeit damit Bitcoin anzubieten, jedoch gab es für mich keine Möglichkeit als Minderjähriger irgendwie meine Bitcoin zu verkaufen, also mutierten sie in unserer Gruppe zu einer Art Ausgleichswährung, hatte einmal jemand kein Geld dabei hat er seine Schulden in Bitcoin bezahlt. So kam es auch dazu das ich Ende 2010 eine Pizza mit etwa 60 Bitcoin bezahlt habe. In dieser Zeit rauchte mir nur einmal der Rechner ab, weswegen ich meine digitale Copy des Private Keys verlor.
Neuer Rechner - erstmal Pause
Nachdem mein Rechner abgeraucht war und ich meine Ersparnisse für einen neuen aufgebraucht hatte, war die Lust am weiteren Minen erstmal vergangen und ich lies es für fast 1,5 Jahre sein. Erst Mitte 2012 bekam ich durch Zufall zugriff auf ein paar alte Rechner und eine günstige Stromquelle, das Minen ging weiter, wenn auch inzwischen mit mehr Konkurrenz, weswegen die Bitcoin nicht mehr einfach so hereingeflogen kamen. Dummerweise verlor ich in der Zwischenzeit auch meinen Ausgedruckten Private Key für meine alte Wallet, aber es kamen doch noch einige Coins zusammen. Bis Oktober 2013 Minte ich weiter, bis mein neuer Miningrechner ebenfalls den Geist aufgab. Ich hatte erstmal genug und beschloss es sein zu lassen und abzuwarten wie hoch die Preise noch steigen, durch die Diskussionen rund um die Eurokrise, Griechenland ect. stieg der Preis innerhalb weniger Wochen auf 100 Dollar. Am Ende verkaufte ich Ende November um mir einen Führerschein und einen ersten Gebrauchtwagen zu kaufen. Ein paar Jahre später hätte ich dafür eine Wohnung oder je nach Lage ein Haus bekommen. So ging meine zweite Zeit mit Kryptos zuende.
Ether kommt
Die nächsten Jahre hatte ich nichts mehr mit dem Thema zu tun, ich machte meinen Abschluss, war eine Weile bei der Bundeswehr und sparte Geld um zu studieren. Im Januar 2016, nach Abschluss meiner Grundausbildung kam ein alter Freund auf mich zu und bot mir an, von ihm Ether für etwa einen Euro pro Coin zu kaufen, es würde explodieren. Dumm wie ich war, dachte ich ich spare lieber und riskiere nichts. Zwei Jahre später hätte ich meine Investition vertausendfachen können. Tja, so lernt man eben aus Fehlern.
Der Boom - ein Geldgrab
Im Herbst 2017 wurde ich wieder auf Kryptos aufmerksam, langsam wurde bekannt das die Preise steigen, ich hatte nur keine Lust zu investieren, bis ich im Winter die Angst bekam etwas zu verpassen und IOTA und Ether für unmenschliche Preise kaufte. Das Geld hätte ich lieber jetzt in Steem investieren sollen, was ich zumindest mit dem Ether im Juni gemacht habe. Jetzt sind noch ein paar Investitionen Vergangen und ich stehe hier und habe keine Lust wieder zu gehen. Wie