Hi , zunächst mal finde ich es richtig, dass hier jeder (unzensiert) seine Meinung sagen darf.
Ich finde auch, dass es nicht förderlich ist, wenn wir gezwungen werden bei bestimmten Themen einer 'allgemein akzeptierten' Meinung zu folgen oder ansonsten als rechtsradikal oder unmenschlich stigmatisiert zu werden.
Ich stimme dir insoweit zu, dass man die Ängste der Menschen vor den Folgen der "Flüchtlingswelle" viel ernster nehmen sollte, als dies bisher im öffentlichen Diskurs geschieht.
Was mir allerdings bisher fehlt, ist ein Vorschlag von Seiten der "Flüchtlingsgegner", wie wir denn mit dem Problem umgehen sollen.
Sollen wir wirklich eine Mauer um Europa bauen und diese dann notfalls auch mit Waffengewalt sichern?
Sollen wir dabei zusehen, wie sich die Welt außerhalb dieser Mauern immer weiter radikalisiert, weil wir ihnen gegenüber keine Menschlichkeit zeigen?
Wo ist denn eigentlich die Erkenntnis über die eigene Verantwortung an der Situation? Tragen wir mit unserem (Geiz ist geil)-Lebensstil nicht einen Anteil an der Ungerechtigkeit auf dieser Welt?
Und trägt nicht diese Pseudo-Gemeinschaft der EU dazu bei, dass Deutschland einen Großteil der Last allein tragen muss?
Ich finde, die "wahre Größe" einer Kultur zeigt sich doch gerade erst in solchen Krisensituationen.
Und ich finde, es spricht nicht unbedingt für unsere Kultur:
Dass wir nicht in der Lage sind, uns gegenseitig zu unterstützen, sondern in existentiellen Fragen gegeneinander arbeiten.
Dass der Schutz unseres eigenen Wohlstands wichtiger ist, als Werte wie Freiheit und Nächstenliebe.
Dass wir in einer globalisierten Welt immer noch Angst vor dem Fremden und Andersdenkenden haben.
Ich finde es sehr bedenklich, dass unsere Kinder in der Schule nicht lernen, sich selbst zu verteidigen, um sich gegen Gewalt (auch die in ihrer eigenen Familie; die Mehrzahl der Sexualdelikte findet nach wie vor dort statt) zu wehren.
Ich wünsche mir, dass unsere Kinder lernen:
Gespräche und Diskussionen (auch außerhalb von fb & co zu führen) und dabei Konflikte konstruktiv zu lösen.
Nicht einen Glauben oder an eine Kultur über eine andere zu stellen.
Nicht an eine allgemeingültige Wahrheit zu glauben.
Nicht Menschen pauschal aufgrund ihrer Herkunft zu verurteilen.
So wie du das zB. in diesem Satz tust:
"Der durchschnittliche Intelligenzquotient der Länder, aus denen die meisten Einwanderer kommen, liegt weiter unter dem der Europäer."
Oder hier:
"Und exakt diese Risikogruppe wird in Massen, grundgesetzwidrig und auf Führerbefehl hier eingeschleust."
Ich weiß nicht genau, was du mit "grundgesetzwidrig" meinst, aber ich finde, du machst mit Ausdrücken wie "Führerbefehl" den gleichen Fehler, den du kritisierst, nämlich Andersdenkende in eine radikale Ecke zu stellen.
Wenn du wirklich an einer Lösung der Problematik interessiert bist, freue ich mich über deine konstruktiven Vorschläge.
RE: Die Meinung der Anderen