Jetzt entdeckten Wissenschaftler zum ersten Mal den direkten Beweis dafür, dass eine natürliche Substanz existiert, die der Bildung von Ablagerungen an den Blutgefässwänden entgegen wirken und die das Wachstum dieser Ablagerungen sowie die Verengung der Blutgefässe verhindern kann: Die Heidelbeere.
Sie gehören zum Besten, was der Obststand zu bieten hat: Heidelbeeren schmecken nicht nur richtig lecker, sie stecken auch voller wertvoller Inhaltsstoffe.
Im Blickpunkt der Wissenschaft stehen bei Untersuchungen zur Gesundheitswirkung der Heidelbeeren dabei immer wieder die sogenannten Anthocyane.
Anthocyane machen Heidelbeeren gesund. Entzündungshemmende Anthocyane unterstützen den Körper dabei, freie Radikale abzufangen und sie zu neutralisieren. Die Pflanzenstoffe, die den Heidelbeeren auch ihre tiefblaue Farbe geben, können so einen vorzeitigen Alterungsprozess der Haut ausbremsen. Heidelbeeren können also tatsächlich vorbeugend bei Falten wirken. Zudem stabilisieren die in Heidelbeeren enthaltenen Biostoffe das körpereigene Adernsystem und sollen laut einiger Studien sogar Krebs und Arteriosklerose vorbeugen können.
Auch die in Heidelbeeren reichlich enthaltenen Vitamine C und E machen die blauen Früchte zu einem echten Beauty-Food. Vitamin C kurbelt die Produktion von Kollagen an – und das polstert die Haut quasi von innen auf. Das in der Heidelbeere enthaltene Vitamin E gilt seit langem als Schönheits-Vitamin. Beide Vitamine zählen zudem zu den Antioxidantien, helfen freie Radikale abzufangen und stärken das Immunsystem.
Die Wirkung von Heidelbeeren beruht vor allem auf sekundären Pflanzenstoffen wie den Polyphenolen. Diese Radikalfänger stoppen reaktionsfreudige Moleküle, die Zellen schädigen und damit an Alterungsprozessen, aber auch entzündlichen Vorgängen beteiligt sind. Im schlimmsten Fall löst oxidativer Stress, also ein Übergewicht an freien Radikalen, Krebs aus.
Genau hier setzen Anthocyane an, die roten und blauen Pflanzenfarbstoffe, die vor allem unter der Schale von Heidelbeeren stecken. Wilde Blaubeeren weisen mehr sekundäre Pflanzenstoffe auf als Kulturheidelbeeren, zudem stecken in kleineren Früchten prozentual gesehen mehr Anthocyane.
Ganz nebenbei freut sich auch die Figur, wenn Heidelbeeren häufig auf dem Speiseplan stehen: 100 Gramm Heidelbeeren enthalten gerade einmal 36 Kalorien. Gut zu wissen: Wilde Heidelbeeren sind besonders gesund, denn sie enthalten mehr von den wichtigen Nährstoffen als Kulturheidelbeeren.
Neben Anthocyanen, Vitaminen und Mineralstoffen machen auch spezielle Gerbstoffe Heidelbeeren gesund: Gerbstoffe wirken gegen Durchfall, hemmen die Vermehrung von Bakterien und beschleunigen die Heilung von Schleimhautentzündungen. Diese Wirkung wird allerdings vor allem bei getrockneten Heidelbeeren beobachtet.
Heidelbeeren sind gesund – aber müssen mit Vorsicht behandelt werden. Die kleine Blaubeere ist besonders druckempfindlich, schimmelt schnell und wird leicht bitter. Frische Heidelbeeren sollte man deshalb immer vorsichtig transportieren und zügig nach dem Kauf genießen. Wer länger etwas vom süßen Aroma der Heidelbeeren haben möchte, friert sie einfach direkt ein.
Bekannt ist, dass eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann. Praktisch wäre es nun aber, wenn man genau wüsste, welche Früchte oder welche Gemüse denn in dieser Hinsicht besonders wirkungsvoll sind. Ein amerikanisches Forscher-Team hat sich dieser Thematik angenommen und hat als erstes die Heidelbeere (auch Blaubeere genannt) als Anti-Arteriosklerose-Frucht entdeckt.
Im Vergleich mit anderem Obst – auch Beeren – haben die kleinen blauen Früchte bei weitem das höchste antioxidative Potenzial. Beispielsweise schlagen Heidelbeeren Honigmelonen hier um das 33-Fache. Himbeeren und Erdbeeren enthalten zwar ebenfalls viele antioxidative Stoffe – aber immer noch nur etwa die Hälfte derer von Blaubeeren. Auf mehr Radikalfänger bringen es lediglich die Gojibeere und je nach Untersuchung die Aronia.
Quellen:
https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesunde-lebensmittel/heidelbeeren-gesund
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/heidelbeeren.html