Einen kleinen Erfahrungsbericht zwischendurch über Steemit und wie ich davon manchmal Enttäuscht bin. Eigentlich können wir aus diese Erfahrung auch was für das Leben im allgemeinen mitnehmen.

Quelle: steemit.com
Die Euphorie
Wie wahrscheinlich bei den meisten die hier auf Steemit anfangen ist die Euphorie am Anfang groß, denn man wird für seine geschriebene Artikel entlohnt und sogar für Resteems und Upvotes. Ich war es dann von Anfang auch gleich voller Begeisterung auf Steemit, als ich vor ca. sieben Monaten darauf angefangen habe zu schreiben. Dazu kam noch die Faszination für die Blockchain Technik. Es war ein wundervoller unbekannter Ort den es zu entdecken galt, also schrieb ich Artikel um Artikel. Gab mir mühe Artikel mit Mehrwert für die Community zu schreiben, dann gibt diese auch Kommentare so wie Upvotes, diese wiederum Belohnung bedeutet. Das habe ich dann auch einige Zeit so durchgezogen und sogar mir Pläne für die Zukunft gemacht und mich in die Community eingebracht.
Die Ernüchterung
Wie es meistens so ist, folgt der Euphorie die Ernüchterung aber diese Weisheit sollte man als Lebenserfahrung schon sehr früh gemacht haben. So war es natürlich auch auf Steemit doch warum hatte ich diese Ernüchterung? Als erstes hatte ich mir mit Steemit unrealistische und zu hohe Ziele gesetzt und lies mich auch ein wenig vom Erfolg einigen anderen Usern blenden. Steemit wirft für mich zu wenig gegenüber zum Aufwand ab, die knapp eins bis zwei SBD pro Artikel sind nicht wirklich viel. Hatte es dann mit ein paar Fotos versucht, da diese für mich weniger Aufwand bedeuten aber ich kam auf ca. das selbe Ergebnis. Die Ernüchterung war damit noch größer wenn man gesehen hat wie bei anderen Usern ein simples YouTube Video, das nicht von ihnen ist, massig Upvotes erzeugt hat.
Quelle: pexels.com
Die Enttäuschung
Damit verlor ich ein wenig den Glauben an Steemit und empfand es teilweise als Kindergarten, auch durch vermehrtes Auftreten von Schwurblern-Artikeln über alle möglichen Verschwörungstheorien. Da war ich wirklich von dieser Plattform enttäuscht und habe trotzend ihr den Rücken zugewandt. Das heißt konkret keine Artikel mehr darauf veröffentlicht. Mir fiel es schwer noch mit Steemit zu identifizieren und auch Artikel mit einem Mehrwert zu schreiben. Des weiteren empfand ich es sehr seltsam, das einige Artikel, die meiner Meinung hochwertig waren gar keine Reaktion auslösten. Es machte für mich einfach keinen Spaß mehr, so das ich fast sechs Monate nicht mehr auf Steemit aktiv war.
Der Lernprozess
Wie ihr aber seht kam ich doch noch wieder nach Steemit zurück und habe für mich einige Schlüsse gezogen. Ich habe was dazugelernt weil ich alles was ich oben beschrieben habe nochmal für mich reflektierte. Als erstes habe ich mich von einem möglichen Gewinn auf der Steem-Blockchain blenden lassen und mir selber zu hohe Erwartungen gemacht. Zweitens habe ich mich mit anderen verglichen und dabei nicht zu sehen was ich persönlich für Fortschritte mache. Und der dritte Punkt ist, sich keine zu großen Hoffnungen zu machen und dabei realistische Ziele setzten. Das heißt kleine Stufen bis zum Ziel einplanen und auch diese Zwischenschritte feiern wenn man diese erreicht hat.
Quelle: pexels.com
Fazit
Das kommt euch wahrscheinlich alles bekannt vor aber diese Erkenntnisse sind eben universell und gelten nicht nur auf Steemit sondern auch für den Sport und sonstige größere Aufgaben und Ziele so wie Hürden im Leben. Ich habe kürzlich angefangen Livestreams zu produzieren und etwas über die Videoproduktion mir beizubringen, da hatte ich ein Let's Play Video mit den dahin meisten Zuschauern aber ohne einen einzigen Upvote. Sofort begann ich zu grübeln was ich falsch gemacht hatte und warum DLive so unfair ist. Ich ging kurz in mir und nahm die Anzahl Zuschauer als Erfolg und das ich diesen Artikel aufsetzten kann. So kann es positiv weiter gehen ohne enttäuscht zu sein.
Wenn euch dieser Artikel gefällt dann lasst doch ein Upvote, Resteem oder Follow da. Was ist eure Erfahrung damit und wie geht ihr damit um, schreibt es mir in Kommentare.