Liebe Steemianer,
die Anzahl der in Deutschland vergebenen "Kleinen Waffenscheine", die den Erwerb und das Führen von Schreckschusswaffen und Reizgasspray erlauben, hat sich seit 2014, also vor Beginn der Merkel´schen Masseneinwanderung, mehr als verdoppelt auf 640000. Die Zunahme in den letzten 2 Jahren betrug 85%!
Laut der Gewerkschaft der Polizei (GdP) rührt die starke Zunahme von einem „latenten Unsicherheitsgefühl“ in der Bevölkerung. Was ist daran latent?? „Spätestens seit den Ereignissen auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015 fühlen sich offenbar immer mehr Menschen verunsichert“.
Der Polizeisprecher hält den Anstieg der Kleinen Waffenscheine für "problematisch", nicht etwa die Verschlechterung der Sicherheitslage, die die Ursache dafür ist. Daher müsse man daran arbeiten, "vielen Bürgern ein Sicherheitsgefühl zurückzugeben". Gefühlte Sicherheit statt echter Sicherheit, das scheint die Devise.
"Ein erster wichtiger Schritt ist mehr Polizeipräsenz auf der Straße“. Abgesehen davon, dass es dafür kein Geld gibt in den immer linker werdenden Regierungen (ganz abgesehen von der immer schlechter werdenden Eignung der Bewerber, zumindest in Österreich), sinkt auch der Respekt vor der Polizei zunehmend, und das schon seit Jahren. Immer öfter werden Polizisten geschmäht, beleidigt oder sogar bespuckt und geschlagen (z.B. hier oder hier). Wie sollen da ein paar Polizisten mehr das Sicherheitsgefühl bei der Bevölkerung verbessern?
Ich kann jedem nur abraten, Schreckschusswaffen zu führen, da diese im Ernstfall keine echte Verteidigungswirkung bieten. Auch Waffen mit Reizgasladung (CS-Gas) sind mitunter nicht effektiv genug. Da wäre ein Pfefferspray (OC-Gas) weit geeigneter (alles über Pfefferspray hier) und auch weniger gesundheitsschädlich für den Angreifer (CS- oder Tränengas wirkt weniger gut bei manchen, speziell unter Drogen- oder Alk-Einfluss, kann aber schwere Lungenschäden verursachen). In Deutschland ist aber - auch mit Kleinem Waffenschein - OC-Gas nur zur Tierabwehr erlaubt (außer bei Notwehr!). Mein Rat dazu: Besser von 12 verurteilt als von 6 getragen. In Öst. dagegen ist es ab 18 frei erwerbbar.
Ein weiterer Nachteil der Schreckschusswaffen ist auch, dass das Hantieren mit einer solchen speziell bei mehreren Angreifern schnell eine unerwünschte Eskalation der Ereignisse nach sich ziehen kann.
Apropos Aufrüstung im privaten Bereich: Langfristig, angesichts des sich abzeichnenden Zusammenbruchs des Gewaltmonopols der Polizei, führt kein Weg daran vorbei, sich mit der Gesetzeslage im Zusammenhang mit dem Erwerb scharfer Waffen vertraut zu machen. Z.B. in Österreich sollte man sich, bevor eine linksgrüne Regierung an die Macht kommt, überlegen, die rund 400€ zu investieren und sich eine Waffenbesitzkarte zuzulegen, die den Erwerb zweier Kat. B-Schußwaffen ermöglicht. In Deutschland ist das leider um etliches schwieriger und würde den Umweg über Sportschütze, Security-Mitarbeiter oder Jäger erfordern (da ist es einfacher, einen Wohnsitz in Öst. zu erwerben).
PS:
Die Gummikugel-Revolver, die unter dem Label "Migrantenschreck" 2016 vermarktet worden waren, sind übrigens in Deutschland und Österreich komplett illegal, da die Geschosse 80 Joule Mündungsenergie aufweisen (erlaubte Grenze in D. 7,5J), aber nach wie vor beim Hersteller in Budapest frei (ohne Waffenschein) erwerbbar.
Frühere posts zum Thema:
Aktuelles zur legalen Bewaffnung in Österreich
Immer mehr "Kleine Waffenscheine", doch für den MDR Interesse rückläufig!