Liebe Steemianer,
anlässlich unseres Deutschlandbesuchs haben wir uns auch den wunderschönen Tierpark Hellabrunn in München angesehen. Der 1911 eröffnete Zoo im Landschaftsschutzgebiet der Isarauen ist absolut Top und, das muß ich ehrlicherweise sagen, übertrifft meines Erachtens den Wiener Tiergarten Schönbrunn locker in der Weitläufigkeit der Anlage (40ha, Schönbrunn ist 17ha groß), der Modernität der Gehege und auch in der Infrastruktur (Essen, Spielplätze, Toiletten)!
Auch kam uns vor - aber das mag Zufall sein oder lag am Wetter, dass die Bewohner aktiver waren als in Schönbrunn und sich mehr bewegt haben.
Neben Gorillas hat der Zoo auch ein paar Schimpansen. Wir kamen gerade rechtzeitig zur Fütterung. Hier kommt gerade eine Kiwi angeflogen. Dieser Schimpanse positioniert sich laut des Führers immer so hoch oben, um den anderen aus dem Weg zu gehen.
Generell muss man sagen, dass alle Primaten, auch die Orang-Utans, eher einen deprimierten Eindruck machten. Je intelligenter ein Tier, desto grausamer seine Gefangennahme und Zurschaustellung. Mich freut der Anblick dieser unserer nächsten Verwandten daher gar nicht. Besser, sie wären in freier Wildbahn als in einem noch so schönen Gefängnis.
Es gibt auch eine Menge anderer Affenarten, wie etwa den Roten Vari, eine Lemurenart aus Madagaskar.
Wie die Paviane da zusammensassen, musste ich unwillkürlich an unsere eignen Vorfahren aus der Steinzeit denken :)
Hellabrunn hat auch einen Roten Panda (auch Kleiner Panda oder Katzenbär genannt). Wie sein großer Bruder kommt er vor allem in China vor und ernährt sich vorwiegend von Bambus. Er gilt als „gefährdet“ mit weniger als 10.000 Exemplaren in Freiheit lebender Tiere.
Danach ging es zu den Elefanten. Hier ein asiatischer Elefant (erkennbar an den kleineren Ohren). Der Rüssel hat übrigens 40000 Muskeln!
Das Elefantenhaus wurde 2010 geschlossen und abgerissen, da es nach fast 100 Jahren Betrieb in der Bausubstanz durch den Ammoniak des Elefantenurins so stark angegriffen war, dass es teilweise einstürzte. Der weitgehend originalgetreue Neubau wurde 2016 geöffnet.
Sehr aktiv war auch einer der Eisbären, der sein Geschick in punkto Balance an einer widerspenstigen Plastikboje versucht.
In der Frühlingssonne drehte ein Polarfuchs munter seine Runden.
Ein Erdmännchen beobachtete aufmerksam seine Umgebung.
Das Panzernashorn gilt ebenfalls als gefährdet und kommt nur noch im Nordosten Indiens und in bestimmten, geschützten Gebieten Nepals vor. Mit 2,2t Gewicht ist es das zweitgrößte Nashorn nach dem Breitmaulnashorn. Dieses hat kein Horn, da sich die Tiere in Gefangenschaft die Hörner oft (aus Langeweile?) abreiben bzw. nachdem 2017 in einem Zoo in Frankreich ein Nashorn getötet wurde, um an das begehrte Horn zu kommen, könnte es auch sein, dass es entfernt wurde, um das Tier zu schützen.
Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus der riesigen Zahl an Tieren, die in Hellabrunn zu sehen sind. Überflüssig zu erwähnen, dass Jahreszeit und Wetter perfekt waren und die Landschaft an der Isar für sich alleine einen Besuch lohnt.
Alle Fotos aufgenommen mit einer Sony RX100 V und einem iPhoneX.
!steemitworldmap 48.098109 lat 11.554253 long Tierpark Hellabrunn d3scr