Liebe Steemianer und Freunde des echten Umweltschutzes!
Laut dieses Artikels, der schon aus dem Jahr 2009 stammt, haben die in den letzten Jahren immer mehr ausufernden Buschbrände in Australien möglicherweise eine ganz andere Ursache als den Klimawandel, zumindest einen gewissen Anteil daran. Natürlich ist nichts ist darüber in unseren Mainstream-Medien zu finden. Würde ja auch ihre Agenda konterkarieren!
Worum gehts?
In zahlreichen Fällen wurde das Anlegen von Brandschneisen, die das Ausbreiten der Feuer verhindern sollen, "rückgebaut" und in den natürlichen Zustand versetzt auf Geheiss von Grünen Lokalpolitikern. Kurze Zeit später ist genau dort dann ein Feuer ausgebrochen.
Im Original:
"The contractors were out working on the fire lines. They put in containment lines and cleared off some of the fire trails. Two weeks later that fire broke out, but unfortunately those trails had been blocked up again [by greens] to turn it back to its natural state … Instances like that are just too numerous to mention."
An anderen Stellen, im Grüngürtel rund um Gemeinden, wurde Anwohnern von einem "Komitee zur Reduzierung von CO2-Emissionen" verboten, Vegetation rund um ihre Häuser zu entfernen, was nachweislich die Brandgefahr erhöht hatte. Überlebende eines Brandes bei St Andrews, der 20 Menschenleben gefordert hatte, berichteten verärgert über "Greenies", die sie daran gehindert hätten, Pflanzen und Gestrüpp nahe der Häuser zurückzustutzen.
2007 fuhren Umweltschützer und Naturparkangestellte aus dem 400km entfernten Sidney extra in die Gegend von Dubbo, um freiwillige Feuerwehreinheiten dabei zu behindern, Brandschneisen auszubessern (die von alleine zuwachsen und daher alle paar Jahre mit einem Bulldozer erneuert werden müssen), weil sie verhindern wollten, dass "Vegetation beschädigt" wird.
Apropos Naturpark: Von den Anfang 2009 (Hitzesaison in Australien) ausgebrochenen 148 Feuern hatten 120 ihren Ausgangspunkt in Naturparks, staatlichen Wäldern oder sonstigen öffentlichen Plätzen und nur 21 an Stellen in Privatbesitz. Kein Wunder, dass Behörden da gerne vom schlechten Brandmanagement ablenken und Wetterextreme als Ursache angeben.
Alter Baumbestand (und potentieller Brandherd) in einem Nationalpark in Tasmanien:
Quelle Lizenz CC0 1.0
Dass trockener Wildwuchs in Australien bei extremen Temperaturen und Winden eine hohe Brandgefahr mit sich bringt, ist nichts Neues. Eine parlamentarische Untersuchungskommission hatte 2008 gefordert, dreimal so viel Land als bisher von Brandrisken zu befreien. Passiert war seither allerdings nichts außer Lippenbekenntnisse der lokalen Regierung...
Die hazard reduction ist auch heute noch ein "heißes" Thema in Australien. Damit ist neben dem Entfernen von Tot- und Lebendholz und dem Anlegen von Brandschneisen auch das Legen von kontrollierten Feuern (prescribed oder controlled burning, v.a. im Winter) gemeint. (Ein Gegenfeuer (back fire) ist dagegen eine ultima ratio, um ein bereits ausgebrochenes Feuer zu stoppen und daher ein Not- und keine Präventionsmaßnahme).
An diesem Bild (aus Südafrika), nach einem Waldbrand, sieht man anschaulich, wie effektiv Brandschneisen (fire breaks, containment lines) sind:
Quelle, owner: "Ryanj93", Lizenz CC BY-SA 4.0
Ist das alles nur eine Verschwörungstheorie, wie manche es abtun, oder ist was dran und wird der Klimawandel vorgeschoben, um von Versäumnissen abzulenken?
Falls Verschwörungstheorie, wird sie von oberster Stelle geteilt: Immerhin hatte erst unlängst der (konservative) australische Premierminister Scott Morrison nach der Besichtigung einer Stelle, wo es gebrannt hatte, gesagt, dass das schlechte Umgehen mit Brandrisiken (fuel loads, damit ist trockenes Gestrüpp und ähnliches gemeint) in Nationalparks ihm als das größte Risiko berichtet worden sei. Über Klimawarner (Australien ist der weltweit größte Kohle-Exporteur!) meinte Morrison weiters, dass die Leute, die angesichts des Klimawandels zum handeln auffordern, oft die gleichen sind, die nicht die Dringlichkeit sehen, sich mit den Brandrisiken auseinanderzusetzen ("people who say they are seeking those actions on climate change could also be the same people who don’t share the same urgency of dealing with hazard reduction") Quelle. Dass er nicht gerade ein Freund der Grünen ist, hatte er schon öfter klargemacht: "Unter ihm werde es weiterhin keine Umweltschutzpolitik geben, die der Wirtschaft schade" Quelle.
Dass Grüne und Umweltschützer das Reduzieren von Brandrisiken behindern, wird von "Experten" sofort zurückgewiesen und als "lächerlich" verunglimpft. Fakt ist aber, dass die Australischen Grünen fordern, dass jegliche Risikoreduktionsmassnahmen in Einklang mit der Erhaltung von Biodiversität erfolgen und nachhaltig sein müssen und nur unter Hinzuziehung der besten wissenschaftlichen und ökologischen Expertise ("when guided by the best scientific, ecological and emergency service expertise."). Bei diesen unrealistischen Forderungen müssen sich die Grünen allerdings nicht wundern, wenn sie vom politischen Gegner dafür als Zielscheibe markiert werden.
Denn auch der Chef der National Party und Ex-Vizepremierminister in Australien, Barnaby Joyce, hält an seinen Vorwürfen fest: Grüne Politik sei es, die oft einem effektiven Brandmanagement im Weg stehe, weil sie hazard reeduction-Aktivitäten verkompliziere (administrative Hürden, z.B. aufwendige Bewilligungspflichten bevor man Vegetation entfernen darf) Quelle.
Andere wiederum sagen, dass auch das Wetter (Hitze, Dürre, Stürme) schuld daran sei, das das gezielte Legen von Gegenfeuern nicht möglich sei weil aufgrund der Winde zu gefährlich.
Oder es liegt es letztlich am Geld? Angeblich hat die Regierung von New South Wales bis zu 35% Feuerwehrpersonal in Naturreservaten eingespart, von offiziellen Stellen wird das allerdings bestritten (und mit Zahlen untermauert). Jedenfalls kosten die Präventionsaktivitäten viel Geld, es geht um Hunderttausende Hektar, die jährlich von Vegetation freigehalten werden müssen. Eine Balance zwischen Budgetaufwand und Brandrisiko. Aber selbst wenn weit mehr Budget zur Verfügung gestanden wäre, es hätte vermutlich die derzeitige Katastrophe nicht verhindert, denn in letzter Zeit sind manche Buschbrände so intensiv, dass sie sich durch Gebiete brennen, die bereits risikoreduziert worden sind. Teilweise brannten auch Zonen, die vor zwei Wochen schon gebrannt hatten, noch einmal ("the burnt leaves were burning again") Quelle.
Offensichtlich betreiben hier alle Akteure Schuldzuweisungen und Lobbyismus für die eigene Agenda. Wer kann sagen, was stimmt oder was nicht und zu viel % der Temperaturanstieg (ob menschengemacht oder nicht) verantwortlich ist, aber ich finde es fair, diese Zusammenhänge mit der Grünen Umweltpolitik zu erwähnen, statt immer nur einseitig den Klimawandel als alleinigen Schuldigen an Australiens Waldbränden zu nennen.
PS:
Die gute Nachricht für FFF-Jünger: Heuer gibts im australischen Dschungel-Camp kein offenes Lagerfeuer. Die Welt ist ein Stück besser geworden - danke, lieber RTL!
Quellen:
https://www.smh.com.au/environment/green-ideas-must-take-blame-for-deaths-20090211-84mk.html
https://www.theguardian.com/australia-news/2020/jan/05/explainer-how-effective-is-bushfire-hazard-reduction-on-australias-fires
https://www.theguardian.com/australia-news/2019/nov/12/is-there-really-a-green-conspiracy-to-stop-bushfire-hazard-reduction
EDIT:
Ich habe soeben erfahren, dass ein möglicherweise wichtiger Grund für die derzeitige Wasserknappheit auch im "Bau von Staudämmen und Stauseen im nördlichen Australien zu sehen ist. Sowohl das Grundwasser als auch das Wasser in den Flüssen wird wesentlich von den jährlichen Monsun-Regenfällen im Norden gespeist. Die australische Regierung hat dieses Wasser allerdings an private Investoren "verkauft", die es aufstauen und für das Fördern von Kohlegas benutzen". Die natürliche Bewässerung großer Teile Australiens werde so unterbunden: