Vielen Dank, sehr interessant.
Aber an alle, die jetzt ein schlechtes Gewissen haben: es ist eine Ansammlung an Halbwissen und Behauptungen, die insgesamt erschreckend wirken, aber nicht sooviel Substanz haben.
Zum Beispiel
ad 1) na und, wir sind keine Pflanzen
ad 3) Daiymail als Quelle? OK, in dem Artikel wird nie auf Kaffee als alleinige Ursache von Gehirnveränderungen eingegangen, nur in Zusammenhang mit Nikotin oder Alkohol (mMn eine Verharmlosung von den beiden letzteren, in die gleiche Stufe mit Kaffee gestellt zu werden)
ad 4) Selbst wenn, kann für manche sogar förderlich sein (zB bei Verstopfung)
ad 7) würd mich echt interessieren, wie sie das gemessen haben, leider keine Quellenangabe
ad 11) Diese Effekte kommen eventuell zum Tragen, sind aber für fette Kaffeetrinker mMn keine Ausrede. Will sagen, wer regelmässig Sport macht und nicht mehr Kalorien aufnimmt als er verbrennt, wird auch mit Kaffee nicht fett werden.
ad 12) da könnte was dran sein, in der Quellenangabe gibts nur einen dürftigen Abstract und daraus geht nicht hervor, wie gross die Gruppe war, p-values etc. Aber dass die gemessene Eisenaufnahmeblockade die häufigste Ursache für Anämie sein sollte, bezweifle ich sehr, da es viele verschiedene Anämieursachen gibt und die Eisenmangelanämie nur eine davon ist.
ad 13) Es gibt einen "publication bias", d.h. ein Autor muss, um sein Buch erfolgreich in der Fülle an Neuerscheinungen zu verkaufen, eine möglichst dramatische Aussage haben. In dem Fall "Kaffee ist superböse". Keine Unterstellung, aber ein typisches Muster.
Sorry, ich wollte Deinen Post nicht schlechtreden, und ist sicher eine super Anregung, es nicht zu übertreiben mit Kaffee; ich (als Kaffeetrinker und im Bereich klinische Studien arbeitend) möchte mir meine Lieblings- und einzige Droge auch nicht schlecht reden lassen :-)
RE: Die große Kaffee-Täuschung: 13 wenig bekannte Fakten über Kaffee