Liebe Steemianer,
während ich im ersten Teil auf die traumhaften Strände eingegangen bin, geht es hier um die vielfältige Fauna (und Flora) dieser nördlichen Sporadeninseln. Da ich aber kein Zoologe bin, folgt hier eine eher zufällige Serie von vor allem Tieraufnahmen.
Inmitten von Skopelos liegt mitten im Pinienmischwald eine neolithische Stätte – die mysteriösen Steingräber von Sendoukia, von denen man nur weiß, dass sie aus ca. 500 vor Christus stammen. Hier gibt es eine nahezu (bis auf ein wenig Bienenzucht) unberührte Natur. Spinnen sieht man hier sehr viele, teilweise spannen sie ihre Netze über mehrere Meter entfernte Sträucher.
Die Fernsicht von dieser Stelle ist herrlich: Blick auf Alonnisos, recht hinten Adelfi und dahinter ist Skantzoura zu sehen. Die Leute früher wussten genau, wo sie ihre Rituale abgehalten haben!
In Alonnisos gibt es (im Norden) sicher mehr Ziegen als Menschen. Falls ein Baum als Schattenspender erkoren wird, nützt man offenbar die Gelegenheit und bedient sich an seinen Blättern.
Auf dem Weg von Klima runter nach Loutraki (dem Hafen von Glossa, der zweitgrößten Stadt von Skopelos) gibt es einen wunderschönen und wenig frequentierten Weg, der immer wieder zum Verweilen einlädt durch Ausblicke auf Skiathos (rechts am Horizont das Festland rund um Volos) - man geht gemütlich ca. 1,5 Stunden.
Das ist auch das erste Mal in Griechenland, dass ich eine Hinweistafel für einen Wanderweg gesehen habe, etwas versteckt, aber immerhin!
!steemitworldmap 39.161186 lat 23.622905 long Hiking in Skopelos d3scr
An manchen Stellen gab es dort auch Eichenbestände, wie man hier unschwer ablesen kann.
Blumen wachsen hier fast in jeder Mauerritze…
und auch an einigen Stränden, wie diese Dünen-Trichternarzissen (Pancratium maritimum), auch Strandlilien genannt, deren Blüten angeblich nur einen Tag lang blühen!
Die Anzahl der hier endemischen Wildblumen ist unüberschaubar, mehr darüber hier.
Apropos Strand: Eine Schwanfamilie besuchte regelmässig einen Strand im Süden von Skiathos und war dann immer ein wahrer Touristenmagnet (Touristen aus Öst. oder D. waren wenig dort, für die wären Schwäne nichts Besonderes gewesen).
An einem Strand in Alonnisos konnte ich eine mir völlig unbekannte Ameisenart ablichten.
Zu den mir weniger liebsamen Insekten gehören Wespen (vor allem, wenn sie sich auf der mir zugewandten Seite eines Insektengitters befinden, wie hier).
In der Nähe eines anderen Strandes tummelten sich im seichten, klaren Wasser Schildkröten.
Manche waren sogar ziemlich neugierig...
Eine (leicht an den Längsstreifen zu erkennende) italienische Schönschrecke (Calliptamus italicus) sonnt sich hier auf einem Stein. In Südeuropa sehr häufig, gilt sie in Mitteleuropa als stark gefährdet.
Ebenfalls hier sehr häufig: Die zu den Singzikaden gehörende Mannazikade (Cicada orni), die, gut getarnt in den Bäumen, ihr Gezirpe hören lässt (Daumenregel: je heißer, desto lauter). Diese allerdings nicht mehr, da sie gerade vor meinen Augen runterfiel, noch kurz zappelte und dann wohl das Zeitliche segnete (weswegen ich sie photographieren konnte, ich war nämlich nicht zoologisch unterwegs und hatte nicht die Muße, getarnte lebende Exemplare aufzuspüren).
Und auch (ohne Unterwasserkamera) nicht leicht lebend zu fotographieren: ein Seeigel, der an einen Strand gespült wurde.
Last but not least und quasi ausser Konkurrenz – die allgegenwärtigen Katzen, was wäre Griechenland ohne sie!
Im dritten Teil dann noch ein paar kulturhistorische Aspekte dieser Inseln, stay tuned…
Bisherige travelposts:
Skiathos, Skopelos und Alonnisos – Teil I: Strände
Singapore
Singapore, part II
Boston
South Korea
Shanghai
Tokyo
Tokyo, part II
Indonesia
South Africa
South Africa, part II