Liebe Umweltbewusste und alle anderen,
im neuen GEO steht ein alarmierender Bericht zum Einfluss der Windräder auf die heimische Vogelwelt (auch Fledermäuse und Insekten sind betroffen).
Turmfalke, ein mögliches Opfer der Öko-Vogelschredder Quelle.
Allein in den vier norddeutschen Bundesländern sterben jedes Jahr mehr als 8500 Mäusebussarde an Windkraftanlagen. Das entspricht fast 8% der gesamten Population in diesen Ländern.
Weil es sehr viel Aufwand bedeutet, die tatsächlichen Opferzahlen zu ermitteln, dauerte es so lange, vernünftige Zahlen zu bekommen. Man muss dazu die Flächen unter vielen Anlagen über sehr lange Zeit systematisch absuchen, so die Autorin der GEO-Artikels. Bestimmte Vogelarten stellten sich als besoders verwundbar heraus. Jedes Jahr sterben in Deutschland auch ca. 250.000 Fledermäuse in den Rotoren - diese Tiere haben eine niedrige Fortpflanzungsrate und können Bestandsverluste nur langsam ausgleichen - wenn überhaupt.
Zwar ist die Windkraft ein vergleichsweise kleines Problem im Vergleich zu Glasscheiben, Verkehr und der Intensivierung der Landwirtschaft. Fatal ist aber die Kombination aus Windkraftanlagen und einer ohnehin verarmten Landschaft (z.B. Mais als Energiepflanze, der mittlerweile 20%(!) der Ackerfläche Deutschlands bedeckt). "Da kann die Windkraft der kleine, aber entscheidende Faktor sein, der einen Bestand zum Kippen bringt. So beim Mäusebussard, aber auch beim Rotmilan und dem seltenen Schreiadler, von dem es bei uns nur 120 Paare gibt."
Und die Regierung plant eine Fortsetzung der Verspargelung Deutschlands...
...mit den entsprechenden Folgen für die Tierwelt, die Lebensqualität der Menschen und den Tourismus.
Irgendwie kommt mir da das Sprichwort in den Sinn "Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben". Aber nach wie vor ist die Windkraft zu einträglich für einige Wenige, als dass der massive Lobbyismus dafür aufhören würde.