Milizen sind der Grundpfeiler jedes Sicherheits- und Verteidigungssystems im 29. Jahrhundert. Bei diesen oft schlecht ausgebildeten und meistens unterbewaffneten Einheiten handelt es sich um das Rückgrat jeder Planetaren Regierung. Während ein Marine oder Infanterist eine lange Ausbildung, ein hohes Gehalt und moderne Ausrüstung benötigt, gibt sich ein Mann der Milizen schon mit einem Stück Stoff und einer billigen Projektilwaffe zufrieden. Da sie nur eine rudimentäre Ausbildung besitzen und bereits kurze Zeit nach dem Ausheben den Dienst im Feld antreten besteht ihr Kampfwert in der bloßen Masse ihrer Verbände. Es gibt immer genug arme Seelen in den Slums der Erde die für eine warme Mahlzeit und ein Dach über dem Kopf ein kurzes und brutales Leben wählen.
Verwendungszwecke
Hauptverwendungszweck der Miliz ist der Dienst in den planetaren Sicherheitskräften. Trotz ihrer geringen Moral, schlechten Ausbildung und Bestechlichkeit erhöhen sie in ihrer Umgebung signifikant die örtliche Sicherheit. Die Arbeit der Miliz in den Reihen der Sicherheitskräfte reicht von Objektschutzaufgaben in wohlhabenden geschützten Wohnanlagen bis hin zum Einsatz in Bürgerkriegsgebieten.
Die zweite Verwendung der Miliz liegt im Gefechtsdienst. Für offensive Aktionen sind diese Verbände nur begrenzt verwendbar. Für solche Aktionen außerhalb ihrer Garnisonswelt fehlt ihnen die Ausbildung und Motivation. Am Ende des Tages sind es doch nur ein paar Straßenjungs denen man Waffen gegeben hat und dazu abstellt ihre Heimat gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen.
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Zusammensetzung
Die taktische Formation der Miliz ist die Gruppe, welche in ihrer Grundform aus einem Unteroffizier und vier Mannschaften besteht. Der Unteroffizier ist mit einer Projektilpistole und einem Kommunikator ausgestattet. Zwei der Mannschaften tragen ebenfalls Projektilpistolen, die anderen beiden sind mit Projektilgewehren, meistens Repetierwaffen oder Sturmgewehren bewaffnet. Außerdem trägt jeder Milizsoldat ein Verbandspäckchen zur Selbstversorgung mit sich. Erfahrene Milizverbände erhalten im Normalfall bessere Ausrüstung und sind kaum noch von regulären Militärverbänden zu unterscheiden.
Verbandsführer
Milizgruppen operieren im Sicherheitsdienst autark. Für den Fall, dass sie an Gefechten teilnehmen, werden sie als Unterstützungseinheiten Infanterieverbänden zugewiesen.
Eine Milizgruppe an sich benötigt mindestens einen Unteroffizier, verliert eine Gruppe ihren Unteroffizier, müssen die Angehörigen an andere Gruppen verteilt werden. Eine Milizgruppe kann eine Stärke von bis zu 25 Soldaten erreichen.
Taktik
Im Gefecht kämpfen Milizsoldaten vor allem Defensiv. Offensive Aktionen werden nur widerwillig durchgeführt und benötigen fähige und erfahrene Offiziere die sie durchführen. Im Verteidigungskampf nutzen Milizsoldaten ihre Umgebung und kämpfen in lockerer Formation, für andere fehlt es ihnen an Disziplin. Was ihnen in der Offensive fehlt, machen sie in der Defensive wieder gut. Sie können ihre Stellung gegen leichte Verbände effektiv verteidigen, halten aber ohne die Unterstützung schwerer Waffen nur begrenzte Zeit durch.