Wäre ich noch ein Jugendlicher und hätte diesen Film mit Freunden im Kino gesehen, ich denke, ich hätte danach sofort von meinem Taschengeld ein Poster dazu gekauft, sofern der Laden dafür in der Innenstadt noch geöffnet gewesen wäre.
Zwar ist ganz bestimmt das Versprechen vom Anfang des Films nicht ganz glaubhaft, man verstünde die gesamte Geschichte Japans, würde man nur die Geschichte der 47 Ronin verstehen, doch dieses Drama ist durchaus ein Stück weit ernstzunehmen.
Der Held des Films ist Kai, von dem geglaubt wird, er sei verflucht. Durch dieses Gerücht lebt Kai mit niedrigem Status in einer etwas fantastischen Version des historischen Japans.
Während eines Turniers am Hof, an dem Kai lebt, findet er einen Turnierkämpfer Minuten vor dem Schaukampf krank vor, wohl von Hexen verzaubert. Kai vertritt diesen Kämpfer schlecht erkennbar in dessen Rüstung, doch das fliegt auf.
Der Fürst, bei dessen Besuch am Hof das Turnier zur Unterhaltung abgehalten wird, ist darüber empört. Er befiehlt den Tod von Kais Herren. Zudem werden dessen 47 Samurai verurteilt, Ronin zu werden, also ihre Kriegerehre formell abzulegen. Ein weiterer Befehl ist das Verbot von Rache für den toten Lehnsherren. Dessen Tochter soll obendrein gegen ihren Willen mit dem Sohn des fürstlichen Besuchers verheiratet werden.
Die 47 Ronin und Kai jedoch schmieden nun eigene Pläne, die das Abenteuer ins Rollen bringen. In diesem sehr unterhaltsamen Abenteuerfilm wurde dabei neben typischen Kampfkunstszenen nicht auf diverse Fabelwesen wie Drachen, Geister und mehr verzichtet. Die Bildästhetik fand ich dabei nahezu perfekt.