Viel an diesem Film erinnerte mich an Theaterstücke von Friedrich Dürrenmatt. Die menschlichen Schwächen, die hier die Handlung bestimmen, gibt es aber auch in ganz anderen Kulturkreisen. Der Film ist außerordentlich liebevoll gestaltet und entfaltet manchmal seine größte Komik allein in den Bildern.
Die Frau von Wang, dem Besitzer eines Nudelladens im alten China kauft bei einem fliegenden Händler eine Pistole und niemand weiß so recht, wieso. Der Händler will noch eine große Kanone verkaufen, vergeblich, aber feuert zur Demonstration eine Kanonenkugel in die Berge. Das erregt die Aufmerksamkeit einer Truppe Soldaten, vor denen die Pistole verborgen bleibt. Einer der Soldaten soll aber ermitteln, ob die Frau von Wang Ehebruch begeht. Wang hat sie gekauft und misshandelt sie. Sie hat ein Verhältnis mit einem Angestellten des Nudelladens. Als Wang das erfährt, verspricht er dem Soldaten Geld, wenn er die beiden umbringt. Der ist aber mehr hinter Wangs ganzem Vermögen her und bereit, dafür über Leichen zu gehen. Zwei weitere Angestellte wollen aber auch an Wangs Tresor um ungezahlte Gehälter daraus zu stehlen. Wangs Frau betrinkt sich irgendwann und schläft tief und fest ein. Aber in völlig kuriosen Szenen in der Nacht gehen alle anderen Figuren ihren niederträchtigen Zielen nach. Als Wangs Frau wieder wach wird, ist nichts mehr, wie es war.
Im Bereich des absurden, manchmal leisen Humors fielen seit einigen Jahren oft besonders skandinavische Filme auf. Für Fans dieser Komödien dürfte dieser Film das Richtige sein. Er ist fernab vom Mainstream, konnte aber weltweit einige Beachtung erlangen. Ich denke insbesondere die ganz stummen Pointen in Bild und Ton sind so gekonnt, dass hier der Nerv einiger Zuschauer getroffen wird.