Liebe Steemitgemeinde,
Liebe Freiheitsfreunde,
Liebe Freiheitsfeinde,
Liebe Klimaleugner,
Liebe Klimademonstranten,
als ich heute mit meiner Tochter von ihrem Voltigiertraining zurückgefahren bin (gleich doppelt böse: Mit dem Auto gefahren + Methan-Emissionen vom Pferd), stand ich im Stau.
Klimademonstranten hatten eine Fahrspur der Hauptstraße gesperrt.
Ob das nun verboten oder genehmigt war, weiß ich nicht.
Man kann diese Aktionen nun gut finden oder auch nicht, es fällt jedoch auf, dass bei den ganzen Demonstrationen und Forderungen ein ganz großer Klima-/Umweltsünder scheinbar ganz einfach vergessen wird.
Das Militär.
Möglicherweise befindet sich unter den zehntausenden von Klimademonstranten keiner, der Wehrdienst machen musste.
Es ist deshalb an der Zeit, sich den Umweltsünder Militär mal genauer anzuschauen.
Leider findet man hauptsächlich Zahlenmaterial zum US Militär, was aber nicht heißt, dass sich die anderen Armeen dieser Welt nicht genauso an der Umwelt versündigen.
Das US Militär als Klimasünder
In 2017, the US military bought about 269,230 barrels of oil a day and emitted more than 25,000 kilotonnes of carbon dioxide by burning those fuels. The US Air Force purchased US$4.9 billion worth of fuel, and the navy US$2.8 billion, followed by the army at US$947m and the Marines at US$36m.
Quelle
The American military [...] it remains the single largest institutional consumer of hydrocarbons in the world.
Quelle
Erinnert sich noch jemand an die brennenden Ölfelder während der Operation Desert Storm?
Hier war zwar das irakische Militär der Brandstifter, aber trotzdem waren die brennenden Ölfelder eine Folge des Krieges.
Quelle
Agent Orange:
Das US Militär ist natürlich nicht nur ein Klimasünder.
In der Geschichte der US Kriege gab es noch viel größere Umweltsünden.
Die dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange, Purple, White, Green, Pink und Blue wurden von 1961 - 1971 im Rahmen der
Operation Ranch Hand in Südvietnam (also auf dem Gebiet des Verbündeten) eingesetzt, um den Dschungel zu entlauben und die Ernte zu vernichten.
In all, American forces used more than 20 million gallons of herbicides in Vietnam, Laos and Cambodia during the years of Operation Ranch Hand. Herbicides were also sprayed from trucks and hand-sprayers around U.S. military bases.
Quelle
Selbstverständlich hat man den Bewohnern der Republik Vietnams und auch den eigenen Soldaten versichert, dass Agent Orange völlig harmlos ist.
Admiral Zumwalt war einer der US Offiziere, die den Einsatz von Agent Orange befohlen haben. Sein Sohn Elmo Zumwalt III war genau in dem Gebiet eingesetzt, welches sein Vater hat besprühen lassen, und starb 1983 an den Folgen von Agent Orange. Sein eigener Sohn, Admiral Zumwalts Enkel, hat eine sehr starke angeborene Lernschwäche, was darauf zurückgeführt wird, dass das Erbgut seines Vaters durch Agent Orange geschädigt wurde.
Man schätzt, dass mindestens 400.000 Vietnamesen an den Folgen von Agent Orange verstorben sind und mehr als drei Millionen Opfer von Agent Orange leiden an Spätfolgen von Agent Orange (Quelle).
Ich erspare Euch die Fotos der Kinder mit Missbildungen.
Atombombentests
As of 1993, worldwide, 520 atmospheric nuclear explosions (including 8 underwater) have been conducted with a total yield of 545 megaton (Mt): 217 Mt from fission and 328 Mt from fusion, while the estimated number of underground nuclear tests conducted in the period from 1957 to 1992 is 1,352 explosions with a total yield of 90 Mt.
Quelle
Nachfolgend eine Grafik der durchgeführten Atombombentests und in der zweiten Grafik sieht man wie ein Teil des Fallouts sich dann in unseren Lebensmittel wiedergefunden hat.
Quelle
Quelle
Laut Bundesamt für Strahlenschutz haben sich die Atombombentests nicht negativ auf die Gesundheit der Bürger ausgewirkt:
Die wenigen Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Kernwaffentests zeigen keine negativen Folgen
(Quelle)
Die Liste der militärischen Nuklearunfälle ist so lang, dass sie hier keinen Platz findet (bitte selbst nachlesen).
Der Unfall in Mayak in der UdSSR im Jahr 1957 dürfte wohl einer der schlimmsten gewesen sein.
Versenken von Chemiewaffen in den Meeren
Some of the world’s militaries did dump their chemical weapons in deep water. After 1945, the U.S. military required that dump sites be at least 1,800 meters below the surface. But not all governments followed suit: The Soviet military, for example, unloaded an estimated 15,000 tonnes of chemical weapons in the Baltic Sea, where the deepest spot is just 459 meters down and the seafloor is less than 150 meters deep in most places—a recipe for disaster.
Quelle
Bei Google Maps kann man sich die Stellen ansehen, an denen Nuklear- und Chemiewaffen versenkt wurden.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Umweltsünden, die in den vielen Kriegen der Geschichte, aber auch in Friedenszeiten durch das Militär begangen wurden.
Ich selbst habe auch in meiner Soldatenzeit mit dazu beigetragen.
Zahlreiche Flüge mit Militärflugzeugen und Hubschraubern, unzählige Kilometer mit Militärfahrzeugen und Panzern, die vielen bleihaltigen Geschosse, die ich verballert habe, Sprengstoff, usw.
Mea culpa!
War trotzdem eine geile Zeit.
Bis bald,
Stephan Haller
P.S. Vielleicht kann ja diesen Artikel ausdrucken und als Flaschenpost in den Atlantik schmeißen, so dass ihn Greta bei ihrer nächsten Seefahrt klimaneutral lesen kann.