Liebe Steemitgemeinde,
liebe Freiheitsfreunde,
liebe Freiheitsfeinde,
es wird viel kritisiert in der EU und in Deutschland.
Zu viel Bürokratie lähmt den wirtschaftlichen Fortschritt und behindert uns im Kampf gegen den Klimawandel.
Um der Bürokratie den Zahn zu ziehen, werden dann bestimmte Parteien gewählt, die wiederum Anti-Bürokratie-Kommissionen einsetzen.
Das Endergebnis ist immer das selbe.
Noch mehr Bürokratie.
Dabei gibt es ein ganz einfaches Mittel, welches als Transmissionsriemen zwischen Bürokratie und Wirtschaft fungiert und dafür sorgt, dass der Motor nicht stottert.
Dieses Mittel heißt Korruption.
Großartige Autoren, wie und
haben schon über sie geschrieben.
Von stammt sogar das Zitat:
Erst die Korruption macht die Terrorherrschaft der Bürokratie erträglich!
Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.
Deshalb verneigen wir uns heute in Ehrfucht vor einem Mann, für den die notwendigen Superlative erst noch erfunden werden müssen.
Tamás Aján - Präsident des IWF
Dieser Mann ist der Präsident der International Weightlifting Federation und der König, oder besser gesagt, der Gott der Bürokratiebekämpfung.
Auch ich habe diesen Sport 20 Jahre lang betrieben und viel gehört und gesehen.
Ich habe mein Handwerk in einem Verein erlernt, der 1990 Deutscher Meister wurde (mehr dazu hier) und zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister im Team hatte.
An einer internationalen Karriere hatte ich (Gott sei Dank) kein Interesse und bestimmt auch nicht genug Talent.
Alles was ich in den 20 Jahren gehört oder gesehen habe, wird aber von Tamás Aján in den Schatten gestellt.
Kommen wir nun aber zur Bürokratie.
Wie in jedem Sport wollen die Zuschauer und Sponsoren nur Top-Leistungen sehen.
Gleichzeitig will man aber auch (zumindest offiziell) einen „sauberen“ Sport.
Deshalb haben sich Bürokraten Anti-Doping-Regeln ausgedacht.
Um nun diesen Gegensatz zwischen Bürokratie und Spitzensport zu vereinen, braucht es Männer, wie den Ungarn Tamás Aján.
Für die GEZ-Verweigerer und Umweltsau-Lied-Kritisierer sei gesagt, unsere öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten können auch Qualität.
In einer hervorragend recherchierten Dokumentation der ARD haben die Reporter Hajo Seppelt, Nick Butler und Grit Hartmann das Lebenswerk dieses größten aller Bürokratiebekämpfer für uns nachgezeichnet.
Für diejenigen, die keine Zeit haben sich das Video anzuschauen, nachfolgend eine Zusammenfassung:
- als Dopingkontrolleure werden meist nur Leute von der ungarischen Antidopinagentur HUNADA beauftragt. Bei denen darf gegen eine Spende von $60 für nationale und $200 für internationalen Kontrollen ein „Doppelgänger“ in den Becher pinkeln.
Das Dopinglabor in Köln kann dann natürlich keine verbotenen Substanzen im Urin finden und der Sport bleibt sauber. - Spitzenathleten aus Osteuropa und Asien werden in der Regel sowieso nicht kontrolliert.
- wird ein Land doch einmal erwischt können Strafen im Bereich von $300,000 - 500,000 gezahlt werden, um zu verhindern, dass der komplette Verband gesperrt wird.
Damit alles seine Ordnung hat, ist dieses Geld in bar direkt an Tamás Aján zu übergeben. - das Geld welches vom olympischen Verband durch die Vermarktung der Fernsehrechte usw. eingenommen und an die Verbände verteilt wird, wird nicht bilanziert und auf geheimen Konten in der Schweiz verwahrt, auf die nur Tamás Aján Zugriff hat. Dass da auch mal ein paar Millionen verloren gehen können, liegt nur an der Schlampigkeit einzelner Bankmitarbeiter.
Wie man sehen kann, geht mit ein bisschen gutem Willen und dem unermüdlichen Einsatz Einzelner auch ein sauberer Spitzensport.
Hier das Video:
Quellen:
https://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/doping/gewichtheben-ard-doku-zeigt-doping-sumpf-und-korruption-16566412.html
https://www.sportschau.de/weitere/geheimsachedoping/video-geheimsache-doping---der-herr-der-heber--100.html
Schönes Wochenende.
Stephan Haller